Schwemlein fordert Auseinandersetzung mit Strukturproblemen im Tourismus

Wien (SK) SPÖ-Tourismussprecher Emmerich Schwemlein fordert "mehr Aufmerksamkeit" für die Strukturprobleme der österreichischen Freizeit- und Tourismuswirtschaft. "Dass der Freizeit- und Tourismuszweig einen wesentlichen Anteil an der Wirtschaft in Österreich trägt, ist unbestritten", so Schwemlein. Insbesondere sieht Schwemlein Probleme bei der Berufsausbildung und bei den Berufschancen im Tourismus; außerdem stehe die Branche aufgrund der äußerst niedrigen Eigenkapitaldeckung vor zusätzlichen Problemen, wenn das Übereinkommen Basel II umgesetzt wird. ****

"Zwei Drittel der Unternehmen in der Freizeit- und Tourismuswirtschaft sind Klein- und Mittelbetriebe, die durch den derzeitigen Stand der Verhandlungen von Basel II mehr belastet würden", erläuterte Schwemlein, er fügte hinzu: "Maßnahmen zur finanziellen Entlastung sind seitens der Regierung gefragt."

Schwemlein thematisiert beim SPÖ-Wirtschaftskonvent, vergangenen Freitag in Wien, die Lehrlingssituation und das Fehlen an Nachwuchskräften in der Hotel- und Gastgewerbebranche. Zu Hinterfragen sei, "warum sich sehr wenige Jugendliche für eine Lehrlingsausbildung in diesem Wirtschaftszweig entscheiden". Die Ursachen dafür sieht Schwemlein in niedrigen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen, wie sie kaum in anderen Berufen vorkommen, und fehlenden Aufstiegschancen.

Schwemlein forderte Maßnahmen von der Regierung, um die Attraktivität der Tourismusberufe zu heben. Eine Möglichkeit sieht er im Angebot einer zukunftsorientierte Zusatzausbildung im Freizeit- und Tourismusbereich, das sich an Absolventen von BHS und AHS richten soll. Außerdem steht für Schwemlein fest: "Eine Grundforderung zur Anhebung des Images der Berufe dieser Branche ist sicher die Anhebung der Gehaltsstruktur - ohne die kann eine Attraktivitätssteigerung wohl kaum erreicht werden." (Schluss) wf/mm

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