"Kleine Zeitung" Kommentar: "Befindlichkeit" (von Antonia Gössinger)

Ausgabe vom 28.1.2002

Graz (OTS) - "Ich schau' mir das einmal an." Mit einem Satz
wischte
Jörg Haider alle Beteuerungen über den wiederhergestellten Koalitonsfrieden und die Haltbarkeit der schwarz-blauen Bundesregierung hinweg. Einzig von ihm hängt es ab, so die Botschaft des FPÖ-Altobmannes, ob es vorzeitige Neuwahlen gibt. Und von seinem Willen scheint die Steuerreform abzuhängen. Finanzminister Karl Heinz
Grasser teilte er nur den gewünschten Termin 2003 mit.

Susanne Riess-Passer ist Obfrau der FPÖ, Parteichef ist Jörg Haider. Diese Botschaft der gestrigen Fernseh-"Pressestunde" ist nicht neu.

Neu war der entspannte Plauderton, in dem Haider mit den Fragestellern kommunizierte. Vor allem bei Fernsehauftritten begegnet
Haider üblicherweise Journalisten mit Vorliebe aggressiv im Ton bis zu beleidigenden Untergriffen und ausweichend in den Antworten.

Hatte er nur eine gute Stunde? Ist dies seine neue Masche? War Grund der Entspannung, dass er endlich wieder von der kleinen Kärntner Bühne auf die große wechseln konnte? Jörg Haider gibt wieder Rätsel auf. Seine persönliche Befindlichkeit wird mittlerweile schon ebenso häufig erörter wie seine Politik.****

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