Bartenstein und Rossmann zu Arbeitsgesprächen in Russland

Intensivierung des WTO-Beitritts Russlands eines der Hauptthemen - Unterzeichnung eines bilateralen Tourismusabkommens

Wien (BMWA/OTS) - Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein und Staatssekretärin Marès Rossmann begleiten Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel vom 27. bis 29. Jänner nach Moskau und werden dort eine Reihe von Arbeitsgesprächen führen:
Bartenstein wird mit Frau Vizepremier Walentina I. Matwijenko und Wirtschaftsminister German O. Gref zusammentreffen und vor allem Fragen des Ausbaues der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, der Zusammenarbeit EU-Russische Föderation und der Intensivierung der Verhandlungen über den WTO-Beitritt Russlands erörtern. Weiters ist die Unterzeichnung eines KMU-Memorandums geplant. Die Unterzeichnung eines bilateralen Tourismusabkommens mit der Russischen Föderation durch Vizehandelsminister Michail E. Dmitriew und Rossmann steht im Mittelpunkt des Gesprächsprogramms der Staatssekretärin. ****

Bartenstein wird sich auch diesmal wieder für die Intensivierung der Kontakte zwischen EU und Russland mit dem Ziel eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes und eine Beschleunigung in den Verhandlungen für den Beitritt Russlands zur WTO einsetzen. Der Minister wird auch an den Gesprächen des Bundeskanzlers mit Präsident Wladimir Putin und Premierminister Michail Kasjanov teilnehmen. Rossmann wird den Aufenthalt für Gespräche mit russischen Reiseveranstaltern und einen Besuch im Büro der Österreich Werbung nützen.

Die österreichischen Exporte nach Russland stiegen 2000 um über 38% auf einen Wert von 647,6 Millionen Euro (knapp 9 Milliarden Schilling.), während der Wert der österreichischen Importe um 76 % auf über 1,2 Milliarden Euro (17 Milliarden Schilling ) anwuchs. Die Wertsteigerung bei den österreichischen Importen ist auf gestiegene Preise für Einkäufe von Energieträgern und Rohstoffen zurückzuführen. Das Wachstum der österreichischen Exporte spiegelt Erfolge österreichischer Maschinen und Anlagen auf dem russischen Markt wider. Traditionell sind diese die wichtigste österreichische Exportgruppe nach Russland, gefolgt von bearbeiteten Waren Metallen, chemischen Erzeugnissen, sonstigen Fertigwaren und Nahrungsmittelerzeugnissen.

Nach den Zahlen für Jänner bis Oktober 2001 stieg der Wert der österreichischen Exporte nach Russland um 39,5 % auf 720,6 Millionen Euro (9,9 Milliarden Schilling), während die österreichischen Importe aus Russland Importe im Wert um 0,8 % auf 987,9 Millionen Euro (13,6 Milliarden Schilling) leicht sanken. Damit ist zu erwarten, dass einerseits die österreichischen Importe aus Russland im Jahr 2001 mit etwas über einer Milliarde Euro unter dem Vorjahresniveau zu liegen kommen werden, während die österreichischen Exporte nach Russland mit 803 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreichen. Laut einer IHS-Prognose vom Dezember 2001 haben damit die Exporte im Jahr 2001 um 22,5 % zugenommen, die Importe sind um 12,8% zurückgegangen.

Das Ergebnis des vergangenen Jahres dokumentiert das Interesse russischer Importeure an österreichischen Produkten. Bei Fachmessen und Kontakten mit österreichischen Firmen zeigte sich in den letzten Monaten, dass die Käufe aus Russland in vielen Branchen ansteigen und insbesondere auch wieder vermehrt Maschinen und Anlagen für größere Investitionen bestellt werden. Etwa 1.300 österreichische Firmen sind regelmäßig im Export- oder Importgeschäft mit Russland tätig.

In der Russischen Föderation hat Österreich im Jahre 2000 Neuinvestitionen in der Höhe von 42 Millionen US-Dollar getätigt. Mit Ende 2000 hat Österreich insgesamt 170 Millionen US-Dollar in Russland investiert. Dies entspricht einer Bestandsveränderung gegenüber dem Jahresende 1999 um 33 %.

Hinsichtlich der Höhe des investierten Neukapitals in Osteuropa lag Russland hinter Polen (10,6 Milliarden US-Dollar) und der Tschechischen Republik (5 Milliarden US-Dollar) an dritter Stelle.

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