Sima zu belgischem Futtermittelskandal: Nächste Folge einer völlig verfehlten Agrarpolitik

"Ökologisierung der Landwirtschaft mehr als überfällig"

Wien (SK) "Ein Landwirtschaftsskandal jagt den nächsten", kommentiert SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima die jüngsten Meldungen über Vorfälle in Belgien, wo das krebserregende Polychlorbiphenylen (PCB) ins Hühnerfutter gelangt ist. "Die Landwirtschaft in Europa ist nach den zahlreichen Skandalen - dioxinverseuchte Futtermittel, Maul- und Klauenseuche sowie BSE-, Schweinemast und Schlachthausskandal -krisengeschüttelt, die Konsumenten sind zutiefst verunsichert", so Sima. Ohne einem generellen Umdenkprozess in der Agrarpolitik werde sich die Kette der unappetitlichen Skandale weiter fortsetzen. Eine Ökologisierung der Landwirtschaft sei mehr als überfällig, so Sima am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ***

"Es stellt sich die Frage, was noch alles passieren muss, bis die verantwortlichen Agrarpolitiker endlich die Lehren aus den zahlreichen Skandalen ziehen. Der Wurm liegt im System einer völlig verfehlten Landwirtschaftspolitik begraben, wo Masse statt Qualität zählt und gefördert wird. Durch kosmetische Maßnahmen lassen sich die Missstände, die in regelmäßigen Abständen die Öffentlichkeit erschüttern, nicht beseitigen", betonte Sima.

Belgien war bereits 1999 Ausgangspunkt des größten europäischen Lebensmittelskandals, als dioxinverseuchte Futtermittel im großen Maßstab verfüttert wurden. Beim jetzigen Skandal wurden 19 Zuchtbetriebe mit Futter beliefert, das mit giftigem PCB verseucht war. PCB wird normalerweise für die Imprägnierung verwendet. In einem der Zuchtbetriebe wurden 18.000 Hühner geschlachtet, von denen skandalöser Weise auch welche verkauft wurden. Sima fordert nun die umgehende Klarstellung durch Gesundheitsminister Haupt und Landwirtschaftsminister Molterer, ob auch in Österreich DCB-verseuchte Futtermittel zum Einsatz gekommen seien und ob aus Belgien verseuchte Hühner in den Handel gelangt seien. (Schluss) hm/mm

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