GPA steht voll hinter Protesten der Sozialversicherungs-Angestellten

Forderungen der Beschäftigten nicht überzogen

Wien (GPA/ÖGB). Die volle Unterstützung der GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten) für die nach Scheitern der Kollektivvertragsverhandlungen geplanten Protestmaßnahmen der Angestellten der Sozialversicherung bekundet GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter.++++

"Es ist nicht einzusehen, dass die Angestellten der Sozialversicherungen die Zeche für die gescheiterte Sozialversicherungspolitik der Bundesregierung zahlen", erklärt der GPA-Vorsitzende in einer Stellungnahme.

Die Beschäftigten hätten in den vergangenen Jahren erhebliche Kürzungen von Sozialleistungen hinnehmen müssen und die Gehaltserhöhungen lagen durchwegs unter dem Schnitt. Die Angestellten hätten ein Anrecht auf eine Inflationsabgeltung, so wie andere vergleichbare Branchen auch. So erhielten etwa die Bankangestellten eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich 2,81 Prozent, die Industrieangestellten eine Erhöhung um drei Prozent.

Außerdem hätten die Beschäftigten trotz einer von der Politik inszenierten, sehr negativen Diskussion über ihren Bereich, im vergangenen Jahr hervorragende Arbeit geleistet und nur allzu oft waren sie es, die die Folgen von überhasteten und unüberlegten Maßnahmen der Regierung abfingen und für hochprofessionelle Umsetzung der Gesetze sorgten. Die Forderungen der Betriebsräte seien in keiner Weise überzogen, sondern voll gerechtfertigt.

"Die neue, von den Regierungsparteien dominierte Führung des Hauptverbandes ist gut beraten das Wort Mitarbeitermotivation zu beherzigen und die Proteste der 28.000 Beschäftigten ernst zu nehmen", so Sallmutter abschließend.

ÖGB, 25. Jänner 2002
Nr. 067

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