Schasching zu Oberstufenreform: Gehrer schweigt sich aus

Schasching: Regierung scheinbar mehr mit sich selbst als mit ihren eigentlichen Aufgaben beschäftigt

Wien (SK) Eine substantielle Oberstufenreform stehe seit langem ganz oben in der Liste der drängendsten Reformen im Schulbereich. Passiert sei in dem Bereich seit Antritt der Regierung leider gar nichts", erklärte die SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie unterstütze den Vorstoß der Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, die auf eine rasche Umsetzung der Oberstufenreform gedrängt hatte. "Ministerin Gehrer hat sich in den letzten zwei Jahren hauptsächlich damit beschäftigt, bei SchülerInnen und LehrerInnen die Daumenschrauben anzusetzen", kritisierte Schasching und verwies auf die Verhaltensvereinbarungen, Studiengebühren und die Diskussion um die Aufnahmebeschränkungen für die AHS. "Auch das Knapperwerden der Ressourcen und fehlende Lehrerstunden durch die rigiden Sparmaßnahmen, gehen auf Kosten der Zukunft unserer Jugend", stellte Schasching fest. ****

Für die SPÖ sei der zukunftsorientierte Ausbau des Bildungssystems eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Im Zehn-Punkte-Programm für Bildung, das SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer im vergangenen Herbst vorgestellt hatte, finde sich auch die Reform der Oberstufen. "Die Oberstufenreform ist ein Herzstück unserer Anliegen im Bereich der Vorbereitung auf Berufsleben und Studium. Die Oberstufe muss den SchülerInnen eine Grundlage für das so oft geforderte "lebensbegleitendes Lernen" geben. Fächerübergreifende Lehrmethoden beim Fremdsprachenerwerb, die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und bessere Schwerpunktsetzung seien unumgänglich. In der Beurteilung des Ist-Zustandes schloss sich Schasching den Schlüssen der Wiener Stadtschulratspräsidentin an: Das Gymnasialsystem passe sich viel zu wenig an die unterschiedlichen Anforderungen an, die zwischen den 10-jährigen Unterstufeneinsteigern und 18-jährigen MaturantInnen liegen.

Für die SPÖ stehe einer möglichst schnellen Umsetzung dieser Vorhaben nichts im Wege, so Schasching: "Man kann nur an die Bildungsministerin appellieren, es nicht bei treuherzigen Beteuerungen zu belassen. Je schneller wir die Reformen angehen können, desto besser. Bei der SPÖ sind die Türen für Gespräche in dieser Frage wirklich weit offen." (Schluss) nf/mp

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK