Vorarlberger Gesundheitsfonds wird umgesetzt

LR Bischof: Land wieder Schrittmacher für Österreich

Bregenz/Wien (VLK) - Das von Gesundheits-Landesrat Hans-
Peter Bischof initiierte und konzipierte Modellprojekt
"Vorarlberger Gesundheitsfonds" wird umgesetzt! Das ist das
Ergebnis der Vorstellung des Projektes im Sozialministerium.
"Das Land Vorarlberg wird in der Reform des Gesundheitswesens
eine Schrittmacherfunktion für ganz Österreich ausüben", ist Bischof überzeugt. In Vorarlberg wurde unter seiner
Federführung ein breiter Konsens für diesen Gesundheitsfonds erzielt. Alle Institutionen sind im Rahmen von Schnittstellenprojekten bereit zu zeigen, dass durch erhöhte Effizienz die neuen Herausforderungen im Gesundheitswesen
auch finanziell zu bewältigen sind. Diese Vorarlberger
Innovation kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten,
Qualität, Quantität und Finanzierbarkeit unseres
Gesundheitswesens in der Zukunft zu sichern. ****

Das Vorarlberger Modellprojekt kann nach seiner
Präsentation bei Sozialminister Herbert Haupt und Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck durch Landesrat
Bischof und Vertreter der Vorarlberger Ärztekammer und Gebietskrankenkasse jetzt definitiv in Angriff genommen
werden. Die Verantwortlichen des Bundes haben das Gesundheitsstaatssekretariat mit der Koordination der
notwendigen Vorarbeiten beauftragt. In diese Verhandlungen
werden neben den Vertretern aus Vorarlberg
(Gebietskrankenkasse, Ärztekammer, Gemeinden/Land) auch die Experten des Sozialministeriums, des
Gesundheitsstaatssekretariates und des Hauptverbandes
eingebunden.

Rechtliche Abklärung bis März

Zu aller erst geht es jetzt um die Abklärung der
rechtlichen Situation. Die gesetzlichen Notwendigkeiten zur Implementierung des Vorarlberger Modells und die
Rahmenkonditionen für die geplanten konkreten Projekte müssen
bis März definiert werden. Dann können sie - falls notwendig
- in einer Novelle zum Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz verankert werden.

Landesrat Hans-Peter Bischof freut sich, dass Vorarlberg
nach der Leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung
auch bei der Reform des Gesundheitswesens wieder eine
Vorreiterrolle einnehmen wird: "Unser Modellprojekt könnte richtungsweisend für ganz Österreich sein. Mit dem Gesundheitsfonds kommen wir zu einer gesamtheitlichen Planung
und Abstimmung aller Leistungsangebote in unserem
Gesundheitswesen."

Erhöhung der Treffsicherheit

Dabei geht es aber nicht darum, insgesamt weniger Geld für
das Gesundheitswesen auszugeben, stellt Bischof klar. Es geht
darum, die hohe Qualität nicht nur erhalten, sondern auch bedarfsgerecht ausweiten, neue wissenschaftliche
Errungenschaften einbauen zu können und trotzdem den
Finanzrahmen nicht zu sprengen. Das gelingt nur über eine
Erhöhung der finanziellen Treffsicherheit und mehr
Wirksamkeit im System selbst. Damit werden sich
explosionsartige und schließlich nicht mehr finanzierbare Kostensteigerungen auf ein tragbares Maß einbremsen lassen.
So sollen vor allem Doppelgleisigkeiten vermieden werden,
besonders an der Schnittstelle zwischen dem niedergelassenen
und dem Spitalsbereich. Diese Doppel- und
Mehrfachuntersuchungen sind nicht nur finanziell nicht zu verantworten, sie bringen oft auch unnötige Belastungen für
den Patienten.

Zu einer schrittweisen Verbesserung des Gesundheitswesens
will man über Schnittstellenprojekte, wie Untersuchungen vor
einer Krankenhaus-Einweisung (Prästationäre Diagnostik), beim Übergang vom Krankenhaus in die häusliche und ambulante
Pflege (Entlassungsmanagement), sprengelbezogene
Ärztebereitschaft, Palliativmedizin oder etwa Neurologische Rehabilitation zu einer übergreifenden Vernetzung und zu
einer tatsächlich integrierten Gesundheitsversorgung kommen.

Vorarlberg gibt das Tempo vor

Landesrat Bischof: "Es ist unbestritten, dass unser Gesundheitswesen für seine Sicherung in der Zukunft eine Neuorientierung braucht. Wir müssen das gesamte System
gemeinsam überdenken, es intensiv vernetzen. Auch im Bereich
der Finanzierung durch ein Zusammenführen der Finanzströme.
Mit der 'Finanzierung aus einem Guss' wird das möglich
werden. Vorarlberg wird auch in dieser Sache wieder
beispielgebend voraus gehen und ich bin sicher, dass wir
unsere Spitzenposition in der österreichischen Gesundheitslandschaft damit weiter ausbauen können werden." (hh/ug,nvl)

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