"Aufgerundete" Novartis-Preise 2001 vergeben

Wien (OTS) - In festlichem Rahmen wurden heute - Freitag, 25. Jänner 2002 - im Novartis Forschungsinstitut (NFI) zum 31. Mal die Novartis-Preise 2001 für herausragende wissenschaftliche Forschung verliehen. Die bisher mit je 100.000 Schilling dotierten Auszeichnungen wurden im Zuge der Währungs-Umstellung auf je 10.000 Euro (137.603 Schilling) erhöht. Folgende drei österreichische Wissenschafter erhielten die begehrten Preise:

- a.o. Univ.-Prof. Dr. Michael R. Buchmeiser (Novartis-Preis 2001 für Chemie)

Viele chemische Reaktionen sind ohne den Einsatz von Katalysatoren (Reaktions-Promotern) nicht oder nur schwer möglich. Der Wissenschafter Univ.-Prof. Dr. Michael Buchmeiser vom Institut für Analytische Chemie und Radiochemie der Universität Innsbruck erhielt jetzt den Novartis-Preis 2001 (Chemie) für seine Arbeiten zur Optimierung von Katalysator-Systemen. Dem Traum jedes Chemikers bei der Synthese von Stoffen eine möglichst hohe Ausbeute und Reinheit der gewünschten Verbindung bei gleichzeitiger Schonung der Ressourcen zu erzielen, sind Buchmeiser und sein Team so näher gekommen.

- Dr. Jan-Michael Peters (Novartis-Preis 2001 für Biologie und Biochemie)

Seit Jahren erforscht Dr. Jan-Michael Peters am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie in Wien jene Mechanismen, die zur exakten Aufteilung der Erbsubstanz bei der Zellteilung führen. Für das dabei erzielte Detailwissen wurde er jetzt mit dem Novartis-Preis 2001 für Biologie und Biochemie ausgezeichnet. Konkret beschäftigen sich Peters und seine Arbeitsgruppe mit der Frage nach den Mechanismen, die gewährleisten, dass nach der Zellteilung beide Tochterzellen idente Kopien der DNA enthalten. Diese Mechanismen sind offenbar von entscheidender Bedeutung für Gesundheit und Krankheit.

- a.o. Univ.-Prof. Dr. Michael Roden (Novartis-Preis 2001 für Medizin)

Das Leiden heißt "Zuckerkrankheit". Doch nach neuesten Erkenntnissen dürfte am Beginn - wenn nicht gar im Kern - des Typ-2-Diabetes (ehemals "Altersdiabetes") weniger ein Defekt in der Verwertung von Zucker, sondern eine Fettstoffwechsel-Störung stehen. Für wichtige Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet wurde jetzt Univ.-Prof. Dr. Michael Roden von der Universitätsklinik für Innere Medizin III am Wiener AKH mit dem Novartis-Preis (Medizin) des Jahres 2001 ausgezeichnet. Roden: "Durch Studien an Tausenden gefährdeten Menschen konnte der Nachweis erbracht werden, dass sich der Typ-2-Diabetes durch die Behebung der größten Fehler in der Ernährung und durch regelmäßige Bewegung zu 90 Prozent verhindern lässt."

Thema: "Arzneimittelforschung" - Zwischen Geniestreichen und Versagensängsten

Der heurige Festvortrag des Wissenschafters Univ.-Prof. Dr. Jürgen Drews zeigt die Spannungsfelder im Bereich der Arzneimittelforschung auf. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Suche nach neuen Medikamenten werden näher beleuchtet. "Nur Partnerschaft von klassischer Pharmaindustrie, Universitäten und Biotech-Industrie kann in der Zukunft den Erfolg bringen", so der langjährige Leiter des Sandoz-Forschungsinstituts (heute Novartis-Forschungsinstitut NFI) anlässlich der Überreichung der Novartis-Preise 2001 in Wien.

Auszeichnung für herausragenden wissenschaftlichen Fortschritt

Der Novartis-Preis wird seit Gründung des Wiener Forschungsinstituts im Jahre 1970 vergeben. Diese mehr als 30-jährige Tradition spiegelt die Verpflichtung seitens Novartis für herausragende wissenschaftliche Forschung wider, die zugleich auch die Grundlage für die Entdeckung und Erforschung innovativer und kompetitiver Arzneimittel darstellt.

Novartis (NYSE: NVS) ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen mit seinem Kerngeschäft in den Bereichen Pharma, Consumer Health, Generika, Augenheilmittel und Tiergesundheit. Im Jahr 2000 erzielte das Unternehmen mit den weitergeführten Aktivitäten einen Umsatz von CHF 29,1 Milliarden (EUR 19,7 Milliarden) und einen Reingewinn von CHF 6,5 Milliarden (EUR 4,4 Milliarden). Der Konzern investierte rund CHF 4,0 Milliarden (EUR 2,7 Milliarden) in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und beschäftigt rund 69 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Die österreichische Novartis Gruppe ist in allen Kerngeschäftsbereichen mit eigenständigen Unternehmen tätig, beschäftigt über 2.500 MitarbeiterInnen und erzielte 2000 einen Umsatz von EUR 974 Millionen (ATS 13,4 Milliarden) (exklusive Agribusiness). Die jährlich in Österreich getätigten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belaufen sich auf rund EUR 87,2 Millionen (ATS 1,2 Milliarden). Der Exportanteil beträgt insgesamt 83,9 Prozent, wobei das Exportgeschäft insbesondere für die Sektoren Generics (Biochemie GmbH in Tirol) und Tiergesundheit eine zentrale Rolle spielt.

Bilder zum Download: www.novartis.at

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