Transporteure verwahren sich gegen pauschale Vorverurteilung

Rahmenbedingungen für Güterbeförderer müssen verbessert werden

Wien (PWK063) Der Fachverband Güterbeförderung in der WKÖ verwahrt sich gegen die pauschale Verunglimpfung der gesamten Branche und mediale Vorverurteilungen, stellt der Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung, Mag. Rudolf-Christian Bauer fest.

Es gibt in Österreich zuständige Behörden und Einrichtungen, wie die Arbeitsinspektorate, Krankenkassen und Steuerprüfer, die im Rahmen ihrer Aufgaben diese Dinge zu erledigen haben. Peinliche Polizeiaktionen, um damit letztlich die ganze Branche "vorzuführen" sind entbehrlich. In Österreich gibt es ca. 11.000 Transporteure mit ca. 35.000 Mitarbeitern. Würden die gesetzlichen Bestimmungen nicht eingehalten und damit die Berichte der letzten Tage stimmen, wären die österreichischen Gefängnisse schon voll mit Transporteuren.

Das Problem der letzten Tage wurde vom Ausland nach Österreich hereingebracht, hat auch dort seine Wurzeln und muss auch dort bekämpft werden. Die Leistungen der österreichischen Transporteure, von denen ca. 80% im regionalen Nahverkehr tätig sind, bilden in Wahrheit den Blutkreis der österreichischen Wirtschaft. Jede Logistik und jede Transportorganisation wäre ohne die Leistungen der österreichischen Transporteure nicht darstellbar. Die österreichischen Transporteure erwirtschaften pro Jahr Umsätze von mehr als € 4,5 Mrd.

Der Fachverband hat immer klar gestellt, dass er sich nicht vor schwarze Schafe stellt. Er mischt sich auch nicht in laufende Verfahren ein, aber er stellt sich schützend vor die Anständigen, die die überwiegende Mehrheit darstellen. Der Wettbewerb am Markt muss nach legalen Spielregeln ablaufen. Marktstörer, die sich nicht an die Regeln halten, können vom Fachverband nicht geschützt werden.

Im Sinn eines funktionierenden Wettbewerbes fordert der Fachverband seit Jahren eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Transporteure. Das beinhaltet eine Reduktion der Kraftfahrzeugsteuer, die das sechsfache des EU-Mindestniveaus beträgt, das beinhaltet eine Senkung der Lohnnebenkosten, das beinhaltet eine praxiskonforme Lösung für das Problem des Fahrermangels, den wir seit einigen Jahren haben. (RH)

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