Unter 3, über 6 Jahren, oder von allem etwas:

Kranzl erprobt "Altersmischung" in NÖ Kindergärten

St.Pölten (NLK) - Man werde sich in Zukunft auch um Altersmischungen in den niederösterreichischen Kindergärten einsetzen, sagte heute, Donnerstag, Landesrätin Christa Kranzl in einem Pressegespräch im NÖ Landhaus in St.Pölten. Die niederösterreichischen Kindergärten genießen bekanntlich in Österreich und auch international einen sehr guten Ruf und seien zu 97 Prozent ausgelastet. Dennoch müsse man noch nach Verbesserungen suchen, in Form von Versuchen., die von ihrem Ressort aus pädagogisch und organisatorisch betreut, begleitet und mitunter auch finanziell unterstützt werden. Einer der wichtigsten dieser Versuche, die derzeit in Niederösterreich laufen, sei die Altersmischung im Kindergarten. Es sei wichtig, zu erproben, dass unter Umständen auch Kinder unter 3 oder über 6 Jahre in den niederösterreichischen Kindergärten betreut werden. Der erste Versuch dieser Art sei im September 2000 in der Marktgemeinde Bad Pirawarth genehmigt worden. Mittlerweile würden 12 Versuche in Niederösterreich laufen. In den Kindergärten Pillichsdorf, Bad Pirawarth, Hollabrunn, Langenlebarn werden zusätzlich über 6jährige Kinder, in den Kindergärten Frohsdorf, Neunkirchen, St.Pölten, Grünbach am Schneeberg, Pottenbrunn, Schönau an der Triesting und Krems werden außerdem "Minis" unter 3 Jahren betreut. Im Kindergarten Tulln wird zusätzlich eine Mischung von unter 3jährigen und über 6jährigen Kinder beaufsichtigt. "Die Kinder lernen gegenseitig voneinander, die eigene Selbstständigkeit wird dadurch gefördert. Der Kindergarten nähert sich natürlichen Lebensverhältnissen", fasste Kranzl diese Versuche zusammen, Kinder unterschiedlichen Alters mit "Minis" aus dem Kindergarten zusammen lernen und spielen zu lassen. Versuche dieser Art können bis zu 5 Jahren laufen und zumeist vom vorhandenen Personal betreut werden. "Im städtischen Bereich hat man gute Angebote dieser Art, in den ländlichen Gebieten eher nicht", meinte Kranzl. Deshalb erfolgen eben Angebote. Im übrigen habe Kranzl die Vision der kostenlosen Kinderbetreuung: Sie glaube, dass es ganz einfach wichtig sei, dass die Bereitstellung von Kinderbetreuungsformen und Einrichtungen Aufgabe der öffentlichen Hand sein müsse.

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