"Klangbogen" mit Opernraritäten

Wien, (OTS) Der "Klangbogen Wien 2002" legt seinen Schwerpunkt wieder auf das Musiktheater und wartet mit einer Reihe von selten gespielten Opern auf. Neben Jules Massenets "Don Quichotte" sind "La Boheme" von Ruggero Leoncavallo und "63: Dream Palace" von Hans-Jürgen von Bose zu sehen, Ralph Benatzky "Bezauberndes Fräulein" wird im Ronacher wiederholt. Konzertante Aufführungen von Strawinskys "Geschichte von Soldaten" und Händels "Arianne in Creta", sowie eine hochkarätige Konzertleiste komplettieren das Festival, dessen Erfolgsgeschichte Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny bei der Programmpräsentation im Theater an der Wien am Donnerstag mit der hohen künstlerischen Qualität und der ebenso großen Publikumsresonanz begründete. Der Klangbogen zähle inzwischen zu den österreichischen Top-Festivals und stehe für die Qualität des Wiener Kulturlebens im Sommer. Zum Gesamtbudget des Klangbogens (und des Osterklangs) von 5 Millionen Euro, trägt die Kulturabteilung der Stadt Wien 4 Millionen Euro bei.

Studie zum Theater an der Wien

Mailath-Pokorny gab im Rahmen der Pressekonferenz auch bekannt, dass derzeit die Infora an einer Studie über das Theater an der Wien arbeitet, die die Fragen klären soll, ob Wien ein viertes festes Opernhaus braucht und wie die finanziellen Auswirkungen eines derartigen Ausbaues des klassischen Musiktheaters im Theater an der Wien aussehen würden. Aufgrund der Ergebnisse der Studie soll die inhaltliche Strukturierung des Theaters an der Wien und generell der Vereinigten Bühnen Wien ausgerichtet werden. Erst nach dieser Klärung der inhaltlichen Gestaltung sollen personelle Fragen in Angriff genommen werden.****

Programm "Klangbogen"

Musikintendant Roland Geyer erläuterte das Programm des Klangbogens. "Don Quichotte" von Jules Massenet ist am 16. Juli die erste Musiktheaterpremiere im Theater an der Wien. Thorsten Fischer führt Regie, Emmanuel Villaume hat die musikalische Leitung. Leoncavallos "La Boheme", drastischer und brutaler als die bekannte Oper Puccinis, wird von Guy Joosten in Szene gesetzt, mit Marco Guiddarini wurde auch hier ein Dirigent engagiert, der bereits große Karriereschritte gemacht hat. Die zeitgenössische Oper liegt bei Walter Kobera und der neuen Oper Wien wieder in guten Händen. "63:
Dream Palace" kommt im Semper Depot zur Aufführung und setzt dort die erfolgreiche Serie der letzten Sommer fort. Mit der Wiederaufnahme von "Bezauberndes Fräulein" erhält das Publikum die Gelegenheit zum Wiedersehen mit seinen Lieblingen Uwe Kröger und Adrian Eröd. Die konzertante Aufführung der "Geschichte vom Soldaten" findet in zwei Teilen ebenfalls im Semper Depot statt, es spielt das Merlin-Ensemble Wien. "Arianna in Creta" mit "Les Talents Lyriques" kommt im Theater an der Wien zur Aufführung.

Eröffnet wird der Klangbogen am 5. Juli im Musikverein mit einem Mozartkonzert des Philharmonia Orchestra London unter Lorin Maazel. Weitere Konzerte: Giora Feidman spielt im Mozart-Zyklus im Ronacher, Rudolf Buchbinder im Theater an der Wien, weiters findet im Theater an der Wien eine von Christoph Wagner-Trenkwitz moderierte "Offenbachiade", musikalische Leitung Caspar Richter, statt. "Il Giardino Armonico" und das "Gewandhausorchester Leipzig" kommen in das Konzerthaus, die Wiener Philharmoniker spielen am 4. September im Musikverein. Das Abschlusskonzert unter Mariss Jansons mit einem Strauss-Strawinsky-Programm. Im Schuberthaus gibt es einen Kammermusikzyklus, im Innenhof des Palais Lobkowitz "Die großen Streichquintette".

Information und Karten unter der Telefonnummer 427 17 oder im Internet www.klangbogen.at/ (Schluss) gab/vo

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