OVS044: BRAU UNION ÖSTERREICH AG: Mit Produkt- und Verpackungsinnovationen gegen Konsumrückgang - WebTV

BUÖ-Kleingebinde kreieren neuen Markttrend, Anteil an Produktinnovationen 2001 verdoppelt

Wien (OTS) - Der Biermarkt

Der österreichische Biermarkt verzeichnete nach 2000 auch im Jahr 2001 einen Ausstoßrückgang. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist von 108,9 Liter (1999) und 107,7 Liter (2000) auf unter 107 Liter im Jahr 2001 gesunken.

Diese rückläufige Entwicklung - ein Trend, der Faktum in allen Ländern Westeuropas ist - wurde durch anhaltendes Wachstum im Dosensegment, durch steigende Importe (Globalisierungseffekt!) sowie durch gezielte Gegenmaßnahmen der Brauwirtschaft u.a. im Gebindebereich (Kleinflaschen, Multipack u.a.) gebremst.

Gebindegewinner 2001 waren einmal mehr die Dose mit einem Plus von 4,6% und das Kleingebinde (z.B. 0,33 l-Flasche), die von den Konsumenten sehr positiv aufgenommen wurden. Den Trend zu ,kleinen Größen' hat die BRAU UNION ÖSTERREICH AG mit der Einführung von Zipfer Sparkling (0,25 l) im Jahr 2000 eingeleitet.

BRAU UNION ÖSTERREICH AG

Als größter heimischer Bier- und Getränkehersteller spiegelt die BRAU UNION ÖSTERREICH AG (BUÖ) naturgemäß die Entwicklung der Gesamtbranche wider.

Dem rückläufigen Inlandsabsatz ist die BRAU UNION ÖSTERREICH AG 2001 verstärkt mit neuen Gebindeformen (0,33 Liter-Flasche, Multipack, Leichtflasche) und Produktinnovationen (Einführung Kaiser und Puntigamer Apfelradler) begegnet.

Umstrukturierung 2001: Liegenschaften & Biergeschäft zusammengeführt

Im Herbst 2001 wurde die BRAU UNION ÖSTERREICH AG mit der Österreichischen BRAU AG, Eigentümerin von betrieblich genutzten Liegenschaften, zusammengeführt. Dabei ging die BUÖ in der Österreichischen BRAU AG auf, der Firmenname Österreichische BRAU AG wurde daher wieder in BRAU UNION ÖSTERREICH AG geändert.

Mit dieser Umstrukturierung hat die BUÖ die betrieblich genutzten Liegenschaften mit dem operativen (Bier)Geschäft zusammengeführt und dadurch die Firmenstruktur vereinfacht.

Kauf der Brauerei Enns Steyr Getränke GmbH

Zur Stärkung des Kerngeschäftes und besseren Nutzung der Absatzkanäle hat die BRAU UNION ÖSTERREICH AG im 1. Halbjahr 2001 die Getränkehandelsgesellschaft Bürgerliche Brauerei Steyr GmbH - 55 Mitarbeiter, rd. 130 Thl Absatzvolumen p.a. - zu 100% übernommen.

33%-Anteil an Brauerei Schladming erworben
(vorbehaltlich kartellrechtlicher Genehmigung)

Mitte November 2001 hat die BRAU UNION ÖSTERREICH AG 33% der Brauerei Schladming - 1909 gegründet, 40 Mitarbeiter, Jahresausstoß:
35.000 hl - von der Raiffeisenlandesbank Steiermark, die weiterhin Mehrheitseigentümerin bleibt, erworben. Durch Synergien werden bei Technik, Logistik und Einkauf die wettbewerbsfähigen Strukturen der Brauerei Schladming ausgebaut. Die Marke Schladminger soll in der Region, vor allem in der Gastronomie, noch stärker verankert werden.

Umsatz 2001 + 1,5%, zufriedenstellende Ergebnistendenz

Beim Gesamtumsatz erwirtschaftete die BRAU UNION ÖSTERREICH AG im Jahr 2001 eine Steigerung von EUR 563 Mio. auf EUR 572 Mio., das entspricht einem Plus von 1,5%.

Die Getränkeerlöse im Inland stiegen von EUR 514 Mio. auf EUR 524 Mio., dies ist eine Steigerung um 1,9%. Die Biererlöse Inland stiegen von EUR 463 Mio. auf EUR 470 Mio. Bei den sonstigen Getränken erzielte die BUÖ ein Plus von 4,9%.

Die Ergebnistendenz ist aufgrund der marken- und wertorientierten Unternehmensführung der BRAU UNION ÖSTERREICH AG sowie des sorgfältigen Kostenmanagements im gesamten Unternehmen so wie in den Vorjahren auch 2001 zufriedenstellend.

Bierausstoß rückläufig

Der Bierinlandsausstoß Österreichs war lt. Brauereiverband im Jahr 2001 mit rund 2% rückläufig.

Die BRAU UNION ÖSTERREICH AG verringerte ihren Ausstoßanteil um 0,7%. Der Getränkeverkauf belief sich insgesamt auf 5,7 Mio. hl. Das über die Schwestergesellschaften laufende Auslandsgeschäft ist aufgrund der Vergabe von Lizenzen im Ausland rückläufig.

Mitarbeiter/innen - die wichtigste Unternehmens-Ressource

Die Anzahl der Mitarbeiter/innen ist im Jahresdurchschnitt -überwiegend durch natürliche Fluktuation - von 2.535 auf 2.431 (-4,1%) zurückgegangen. Damit hat die BRAU UNION ÖSTERREICH AG die Ziele ihres - der Marktentwicklung entsprechenden -Kostensenkungsprogrammes auf 'natürlichem' Weg erreicht.

Investitionen

Die Investitionen lagen 2001 auf Vorjahresniveau (EUR 67 Mio.).

Schwerpunkt im technischen Bereich waren Investitionen zur Produktionsoptimierung an verschiedenen Brauereistandorten und zur weiteren Reduzierung der Energiekosten.

Logistik

Der seit einigen Jahren laufende Optimierungsprozess zur Steigerung der Serviceleistungen und der Reduzierung der Logistikkosten wurde auch 2001 verstärkt fortgesetzt. Dazu gehörte u.a. die Optimierung der 32 Verkaufslager, des Tourenfuhrparks und bei den ca. 90 Verkaufspartnern.

Auch die zentrale Steuerung und Umstrukturierung des Nachschubfuhrparks mit beachtlicher Effizienzsteigerung hat zu erheblichen Einsparungen geführt.

Logistik ist für die BRAU UNION ÖSTERREICH AG ein wesentliches Instrument der Kundenbetreuung. Daher wird bundesweit eine eigene Getränkelogistik mit mehr als 1000 Mitarbeitern betrieben. Dieses Logistik-System ist ein wesentlicher Schwerpunkt in der Kundenbelieferung und im Kundenservice, Voraussetzung dafür ist:
laufende Kostenoptimierung.

Einkauf/Materialwirtschaft

Bei Rohstoffen (Gerste, Malz, Hopfen) gab es Preissteigerungen bis zu 20%, bei Produkten, die stark erdölabhängig sind, sind die Preise in der zweiten Jahreshälfte teilweise wieder gesunken. Bei Materialien wie Papier, Etiketten usw. war die Preissituation unterschiedlich: Teilweise gab es Preisnachlässe durch enorme Überkapazitäten, überwiegend konnten die Preise jedoch gehalten werden. Allerdings ist für die Zukunft mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen, da derzeit, bedingt durch Verknappung von Kapazitäten, die Lagerbestände weltweit deutlich abnehmen.

EURO-Einführung: Preistransparenz

Die BRAU UNION ÖSTERREICH AG hat die EURO-Umstellung bei ihren Kunden tatkräftigst unterstützt. Vor allem im Gastronomie-Bereich, wo besondere Herausforderungen zu bewältigen waren, wurden umfassende Informationen und praktische Hilfe angeboten.

Eine Konsequenz der EURO-Umstellung ist die Preistransparenz für Konsumenten über Ländergrenzen hinweg. Die unterschiedlichen EURO-Preise für eine Flasche heimischen Bieres etwa in Deutschland und Österreich sind bekanntlich auf wettbewerbsverzerrende Steuerbelastungen zurückzuführen: Während in Österreich 20% MWSt, eine Biersteuer von EUR 24,96 (ATS 344,--) je Hektoliter vom Finanzminister eingehoben werden, machen in Deutschland die MWSt nur 16% und die Biersteuer EUR 9,48 aus. Auch eine Werbeabgabe von 5% gibt es bei unserem Nachbarn nicht.

Eine Angleichung der Steuerbelastung an unsere unmittelbaren Nachbarn ist daher dringend notwendig, wenn die österreichische Bierbranche international konkurrenzfähig bleiben soll!

Gebinde: Trend zu kleinen Größen

Mit der Einführung von Zipfer Sparkling in der 0,25 l Flasche (2001:+ 61%) hat die BRAU UNION ÖSTERREICH AG Mitte 2000 einem Bedürfnis der Konsumenten, insbesondere der Frauen, entsprochen. Dieser offensichtliche Wunsch nach kleineren Gebindeeinheiten wurde 2001 verstärkt berücksichtigt und unter großer Akzeptanz der Konsumenten Gösser in der 0,33 l EW Formflasche, Zipfer Urtyp in der 0,33 l MW Formflasche und Wieselburger Stammbräu in der 0,33 l MW Bügelverschlussflasche auf den Markt gebracht.

Zipfer Urtyp hat darüber hinaus auch in der 0,33 l Leichtflasche die erste Bewährungsprobe bei Großveranstaltungen erfolgreich bestanden. Großes Interesse an dieser Verpackungsform wird auch in den Wintersportorten bekundet.

Die Einführung der Kleinflaschen ist auch eine Maßnahme gegen den Konsumrückgang und den generellen Rückgang von Flaschenbier im Lebensmittelhandel. Die BRAU UNION ÖSTERREICH AG setzt auf qualitatives Wachstum und forciert das Kleingebindesegment.

BUÖ-Marken: absatz- und imagestark

Die Marken der BRAU UNION ÖSTERREICH AG waren auch 2001 die absatz- und imagestärksten Biermarken.

Die vier absatzstärksten Biermarken im Lebensmittelhandel sind:
Gösser, Zipfer, Schwechater und Puntigamer.

Die vier imagestärksten Marken waren auch 2001 Gösser (gestützte Bekanntheit: 93%), Zipfer (88%), Kaiser (81%) und Puntigamer (80%).

Gösser bewies neuerlich Markenstärke im LH

Gösser war im Vorjahr Nr. 1 im Lebensmittelhandel.

Eine fulminante Entwicklung nahm die Marke im Dosensegment: Mit einem Plus von 21% ist Gösser - nach Schwechater - hier nunmehr die Nummer 2! Wesentlichen Anteil daran hatte der erste Dosen-Sixpack Österreichs.

Darüber hinaus setzte Gösser mit der Einführung der 0,33 Liter-Formflasche ein deutliches Zeichen in Richtung neue Gebinde.

Zipfer - stärkste Flaschenmarke 0,5 l

Im 0,5 l Flaschensegment war Zipfer auch 2001 die absatz- und umsatzstärkste Marke. Zipfer Urtyp ist nicht nur die stärkste Premiummarke geblieben, sondern bei den 6er Trägern mit einem Marktanteil von 20% die klare Nr.1.

Neben der 0,33l Glas- und Leichtflasche kam Zipfer 2001 mit einer weiteren Gebindeinnovation auf den Markt: dem Multipack Zipfer Urtyp Dosen 4er Träger.

Zipfer Sparkling: + 61 %

Seinen Siegeszug fortgesetzt hat Zipfer Sparkling, die innovativste Bieridee der letzten Jahre: Mit 6,3 Mio. verkauften Flaschen konnte der Absatz 2001 um + 61% gesteigert werden.

Parallel dazu auch die Marktanteilsentwicklung am Kleingebindesektor: Nach 6,1% im Jahr 2000 hat Zipfer Sparkling 2001 einen Marktanteil von 13,6% (wertmäßig) erreicht. Mengenmäßig erfolgte die Steigerung von 4,3% (2000) auf 10,2% (2001).

Kaiser - Österreichs führende Fassbiermarke

Kaiser ist die führende Fassbiermarke Österreichs und verbesserte darüber hinaus leicht den Marktanteil im Lebensmittelhandel Flaschensegment 0,5 l.

Im Radlersegment hat Kaiser etwas verloren und erreichte 2001 mit den drei Sorten (Sport-Radler, Alpin-Radler und Iso-Radler) die 2. Position. Neu eingeführt wurde der Kaiser Apfelradler.

Puntigamer - stärkste Absatzentwicklung

Puntigamer ist die am stärksten wachsende Biermarke der letzten Jahre und konnte 2001 wieder eine Absatzsteigerung von + 4,5% erreichen, wobei die Marke vor allem im Flaschensegment 0,5 l zulegte und hier die 2. Position erreichte (2000: 3. Platz). Die Absatzsteigerung in diesem Segment machte + 16,3% aus. Neu eingeführt wurde 2001 der Puntigamer Apfelradler.

Schwechater - Ausbau der Führung im Dosenmarkt

Schwechater ist lt. Nielsen mit einem Marktanteil von 9,5% die Nr. 3 im Lebensmittelhandel und erzielte hier 2001 eine leichte Absatzsteigerung von + 0,1%

Ausbauen konnte Schwechater mit einer Steigerung von + 1,1% die Nr.1-Position im Dosensegment.

Neues Gastronomie-Highlight in Schwechat errichtet: Die Funktionen Gaststätte, Museum und Veranstaltungszentrum vereint das neue Brauhaus Schwechat direkt auf dem Gelände der Brauerei.

Edelweiss - Marktführer unter den Weißbieren

Hohen Anteil an der positiven Entwicklung am Weißbiermarkt hat die Marke Edelweiss, die mit 51% Marktanteil unumstrittener Marktführer am Weißbiermarkt ist und diese Position 2001 erfolgreich auch gegen Billigimporte aus Bayern verteidigte.

Edelweiss ist auch 'regierender' Weißbierweltmeister in den Klassen 'Dunkles Weißbier' und 'Weißbier Bock' (World Beer Cup 2000).

Schlossgold - Ausbau der Nr. 2-Position bei AF-Bier

Durch eine Steigerung um + 1,1% konnte Schlossgold seine Nr. 2-Position bei den AF-Bieren 2001 weiter ausbauen.

Ausblick 2002

Markenoffensive, neue Zielgruppen

Im Jahr 2002 plant die BRAU UNION ÖSTERREICH AG starke Markenauftritte, die Kunden und Konsumenten die Bedeutung der verschiedenen Marken und ihres Umfeldes verstärkt bewusst machen sollen.

Durch innovative Produktkonzepte und klare Markenpositionierungen werden neue Zielgruppen angesprochen.

Besondere Aufmerksamkeit wird dabei vor allem dem Thema Convenience (Leichtflasche, Einwegflasche, Multipacks u.a.) zugewendet.

Online Bestellservice

Ab März 2002 bietet die BRAU UNION ÖSTERREICH AG ihren Kunden -ganz im Sinne ihrer Vision 'Der beste Dienstleister der österreichischen Bier- und Getränkebranche zu werden' - ein Online Bestellservice an.

Damit werden Geschwindigkeit und Service - Faktoren, die heute die Qualität eines Dienstleisters bestimmen -, entscheidend verbessert:
Kunden erhalten den 'Sofort-Zugriff' auf die Angebotspalette der BUÖ.

Rückfragen & Kontakt:

Brau Union Österreich
Veronika Nopp, Leitung Kommunikation/PR
Tel.-Nr. 0732/6979-2670 Fax: 0732/6979-2672,
v.nopp@brauunion.com,
http://www.brauunion.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS