Grünewald: Industrie u. Länder bei Hepatitis-C-Unterstützungsfonds immer noch säumig

Für Betroffene höchstens Tropfen auf heißen Stein

OTS (Wien) - Der seit September 2001 bestehende Unterstützungsfonds für Personen, die sich in den 70er und 80er Jahren beim Blut- oder Plasmaspenden mit Hepatitis C infiziert haben, ist mit ca. 1,1 Mio. € (ca. 15 Mio. Schilling) Bundesmittel für den Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, immer noch krass unterdotiert.

Die Auszahlung an die betroffenen Blutspender erfolgt nach einem Stufensystem. "Für die unteren Leistungsstufen ist die derzeitige Entschädigung maximal als Tropfen auf den heißen Stein zu bezeichnen", kritisiert Grünewald.

Bis heute weigern sich die betroffenen Firmen, in den Unterstützungsfonds einzuzahlen. Diese Firmenbeteiligung ist aber für die Bundesländer die Bedingung, sich ebenfalls am Fonds zu beteiligen.
"Durch diese unheilvolle Verknüpfung fallen die Betroffenen auch um Länderbeiträge um", präzisiert Grünewald.
Klar ist für die Grünen, dass alle Firmen, deren Blutspendeeinrichtungen in den Hepatitis-C-Skandal verwickelt waren, in diesen Fonds einzahlen müssen. "Es ist allerhöchste Zeit, dass Gesundheitsstaatssekretär Waneck und Sozialminister Haupt mit den Ländern und den Firmen die seit langem angekündigten Verhandlungen aufnehmen", schliesst Grünewald.

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