Gartlehner: Regierung ignoriert Anstieg der Arbeitslosigkeit bei FH-AbsolventInnen

Wien (SK) "Wir hatten im Dezember 2001 mehr als drei Mal so viele arbeitslose FH-AbsolventInnen wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit diesen Zahlen ist nicht nur persönliches Leid verbunden, sondern es entsteht durch das brachliegende Know-how auch unwiederbringlicher volkswirtschaftlicher Schaden für unser Land", kritisierte SPÖ-Technologiesprecher Kurt Gartlehner am Donnerstag in einer Stellungnahme gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die blau-schwarze Bundesregierung ignoriere diesen dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei gut ausgebildeten, jungen Menschen bedauerlicherweise völlig, so Gartlehner. ****

"Es zeigt sich, dass jetzt auch praxisnahe Ausbildung keinen Arbeitsplatz mehr garantiert. Wegschauen, das Prinzip der blau-schwarzen Bundesregierung, hilft hier nichts", so Gartlehner. Von den 3.020 jungen Leuten, die einen FH-Studiengang abgeschlossen haben, seien 169 arbeitslos gemeldet. Das entspreche einer Quote von 5,6 Prozent in einer Gruppe von jungen und gut ausgebildeten Menschen. In dieser Statistik seien jene, die bisher keine Chance hatten, Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erwerben, und sich deshalb nicht melden, gar nicht enthalten. "Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie gut ausgebildeten jungen Leuten die Zukunftsperspektiven entzogen werden. Politik und Wirtschaft sind gemeinsam gefordert, dieser Entwicklung gegenzusteuern. Eine gewisse Breite bei der Ausbildung, die die Flexibilität erhöht, anstatt einer hochspezialisierten für einzelne Segmente, täte den Fachhochschulen gut", so der SPÖ-Abgeordnete.

In der Situation der FH-AbsolventInnen spiegle sich erneut die Inkompetenz der FPÖ-ÖVP-Regierung in Fragen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik wider. Zwar werde viel von der Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen und der Erhöhnung der Forschungsaufwendungen gesprochen. "Der faktische Erfolg ist aber nicht nur Null, sondern eine permanente Verschlechterung in Bereichen, die für unsere Menschen und unsere Wirtschaft von existentieller Bedeutung sind. Die Gründe für diese Verschlechterung liegen nicht zuletzt in den Prioritäten der Regierung: Machtausbau und Hick-Hack stehen im Vordergrund, positive Perspektiven für unser Land fehlen", schloss Gartlehner. (Schluss) hm/mp

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