Kuntzl: Schüssel soll zu revisionistischen Ausfällen von Haider und Westenthaler Stellung nehmen!

Wien (SK) "Die heutige Pressekonferenz von Schüssel, Riess-Passer und Westenthaler ist eine gute Gelegenheit für den Bundeskanzler klarzustellen, ob die jüngsten revisionistischen Ausfälle von Landeshauptmann Haider und FP-Klubobmann Westenthaler nun der neue Ton und die neue Geschichtsbetrachtung dieser Regierung sind", reagierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl auf die Aussagen aus der FPÖ. ****

So habe Haider schon gestern im Anschluss an einen "ZiB2"-Bericht, in dem die historischen Fakten vor der Vertreibung der Sudentendeutschen - nämlich die Verbrechen der Nazis - zur Sprache kamen, attackiert. "Wieder einmal entlarvend war dabei die Sprache Haiders", sagte Kuntzl. "Während er die Verbrechen an Sudentendeutschen drastisch schildert, werden die Gräuel der Nationalsozialisten technisch-unterkühlt beschrieben. Die Auslöschung eines ganzen Dorfes, die Ermordung aller Menschen in Lidice durch die Deutschen, ist für Haider ein Geschehnis, 'bei dem die tschechische Bevölkerung zu Schaden gekommen ist'."

Auch die heutige Presseaussendung Westenthalers, in der er den korrekten "ZiB2"-Bericht über die historischen Fakten der Benes-Dekrete "Geschichtsverfälschung fern jeglicher historischer Realität" nennt, sei ein Beweis für das verschobene Geschichtsbild der FPÖ. "Dass sich Westenthaler - so wie heute - fast schon täglich via Presseaussendung beim ORF einen Bericht nach seinem zweifelhaften Geschmack bestellt, wirft überdies ein Schlaglicht darauf, was die FPÖ unter unabhängigem und entpolitisierten ORF versteht", so Kuntzl am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. (Schluss) ah

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