VP-TSCHIRF: Sofiensäle als Veranstaltungsort erhalten, private Investoren suchen!

Stadt Wien muss ihre kulturelle Verantwortung wahrnehmen

Wien (ÖVP-Klub) Zur Zukunft der Wiener Sofiensäle nimmt nun auch die Wiener ÖVP Stellung. Der gf. Klubchef und Landstraßer Mandatar, Dr. Matthias TSCHIRF, fordert den Erhalt der historisch wertvollen Teile und eine zeitgemäße Errichtung und Gestaltung des Umfeldes. "In erster Linie ist es jetzt einmal wichtig, die Reste der Sofiensäle nachhaltig vor den Witterungseinflüssen zu schützen, denn nach und nach werden die Schäden noch größer, als sie es durch den Brand schon sind", so TSCHIRF. "Das Notdach, für das die Bürgerinitiative gesorgt hat, kann ja nur eine Übergangslösung sein und noch schwerere Schäden auf Dauer sicher nicht verhindern."

TSCHIRF unterstrich den Wert der Sofiensäle als Veranstaltungsort für den dritten Bezirk. "Die Auslastung der Sofiensäle in den letzten Jahre hat ja sehr deutlich gezeigt, wie wichtig ein solcher Veranstaltungsort für die Jugendlichen der ganzen Stadt ist. Diesem Bedarf muss auch die Stadt Wien Rechnung tragen und sich endlich deklarieren, wie sie sich die Zukunft dieses Standortes eigentlich vorstellt." Zuletzt war ja auch bekannt geworden, dass die Meierei im Wiener Stadtpark in ein Restaurant umgewandelt werden soll. "Damit würden innerhalb kürzester Zeit zwei wichtige Locations für die Wiener Jugend verloren gehen", befürchtet TSCHIRF. Dies sei für die Volkspartei inakzeptabel.

Die Stadt muss ihre Verantwortung wahrnehmen

Im Falle der Sofiensäle habe auch die Stadt Wien eine Verantwortung, "die sie nun endlich einmal wahrnehmen sollte". "Ich hätte mir schon in den vergangenen Monaten mehr Engagement in dieser Sache von der Wiener Stadtregierung erwartet", betont der Landstraßer Mandatar. "Bisher ist es nur der Bürgerinitiative "Rettet die Sofiensäle" zu verdanken, dass die Reste dieses historischen Gebäudes nicht sang-und klanglos und von der Öffentlichkeit unbemerkt verrotten."

Es sei bedauerlich, so der VP-Klubobmann weiter, dass man über den Winter nur provisorische Maßnahmen ergriffen habe, um einen Minimalschutz der Reste zu gewährleisten. Die Witterung habe den Sofiensälen stark zugesetzt. "Und wenn ich heute in der Zeitung lese, dass der Herr Strache der Ansicht ist, dass die Bausubstanz ohnehin in bester Ordnung und kaum beschädigt ist, dann kann ich über soviel Unwissenheit nur milde lächeln. Selbstverständlich ist der historische Saal schwer beschädigt, es ist fünf vor zwölf, es gibt nur noch eine kleine Chance ihn auch wirklich zu erhalten."

Erhaltung der Kernsubstanz und neue architektonische Elemente

Die Zukunft der "Sofie" sieht TSCHIRF im Erhalt bzw. der Wiedererrichtung der wichtigsten historischen Elemente, wie etwa dem großen Saal samt seiner Logen, sowie dem Stiegenhaus und dem Foyer. Die übrigen Teile des Gebäudes könnte man neu adaptieren, damit sie zeitgemäß und gewinnbringend genutzt werden können. "Die aus meiner Sicht entscheidende Frage ist, wie man die Sofie so wiederherstellen kann, dass sie langfristig als Veranstaltungsort überlebensfähig ist", so TSCHIRF. "Es hätte ja keinen Sinn jetzt etwas wiederherzustellen, dass dann nur wenig oder nicht ausreichend genutzt wird." Neben der Veranstaltung von Bällen, Konzerten und Tanz-Events bringt TSCHIRF auch die Idee eines "Wiener Strauß-Zentrums ins Spiel. "Dazu gibt es schon jetzt hervorragende Ideen, wie man den Namen des großen Wiener Walzerkönigs vermarkten und die "Sofie" quasi als Heimstätte für solche Veranstaltungen heranziehen könnte."

Stadt muss sich an Investorensuche beteiligen

Neben der ernsthaften Prüfung von vorliegenden Ideen und Konzepten forderte der Landstraßer Abgeordnete die Hilfe der Stadt bei der Suche von Investoren ein. "Wenn die Stadt ein Interesse am Erhalt der "Sofie" hat, dann soll sie mithelfen, potentielle Investoren von der Qualität dieses Standortes zu überzeugen. Eine Kooperation zwischen der Stadt und privaten Geldgebern wäre wünschenswert und würde sich für beide Seiten lohnen.

Mit Spannung erwartet TSCHIRF daher auch die unmittelbar bevorstehende Entscheidung des Bundesdenkmalamtes. "Eigentlich kann es ja nur eine Art von Feststellung geben: Nämlich die Sofiensäle in ihren historisch wertvollen Bereichen zu erhalten und rundherum die Möglichkeit einer neuen und zeitgemässen Adaptierung zu schaffen."

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