Grüne warnen vor Silberkonzentration im Abwasser

Wien, (OTS) Im Rahmen eines Lokalaugenscheins im Gewölbe des Wienflusses warnte am Donnerstag der Umweltsprecher der Wiener Grünen GR Mag. Rüdiger Maresch vor dem Anstieg des Silbergehaltes im Wiener Abwasserbereich, der eine Verteuerung der Müllentsorgung zur Folge haben könnte. Gemäß einer aktuellen Studie gelangen gegenwärtig jährlich 1.100 kg Silber ins Wiener Abwasser. Derzeit wird der Großteil der Silbermenge in der Hauptkläranlage Simmering mit dem Klärschlamm abgeschieden, in den Simmeringer Wirbelschichtöfen verbrannt und in Form der Klärschlammasche herkömmlich auf der Deponie Rautenweg abgelagert. Steigt der Silbergrenzwert, der ab 2004 im Rahmen der Deponieverordnung mit 50 mg/kg definiert sein wird, in Wien weiterhin an, wäre die Folge, dass der Klärschlamm vermehrt als kostenintensiverer Sondermüll weiter behandelt werden muss. Hauptverursacher des Silberproblems im Abwasser sind laut Maresch, Druckereien, Fotofachlabors, Radiologen, Galvanisierbetriebe und Krankenhäuser. Derzeit werden rund 28 Prozent der Fixierbäder-Sonderabfälle nicht kontrolliert entsorgt. Als geeignete Maßnahmen nannte Maresch alternative Methoden zur Wasserdesinfektion in den Krankenhäusern, die Entwicklung effektiverer Maßnahmen zur Überwachung der Sonderabfallentsorgung wie auch eine verstärkte Bewusstseinsmachung des Problems in den jeweiligen Fachbranchen.

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