Molkereibranche erzielte im Vorjahr deutliche Export-Steigerungen

Ausfuhren an Käse nahmen wertmäßig um 21,5% zu

Wien, 24. Jänner 2002 (AIZ). - Die österreichischen Molkereien konnten im Jahr 2001 respektable Exporterfolge verzeichnen: Wie aus den jüngsten Außenhandelsdaten der Statistik Austria hervorgeht, erhöhte sich von Jänner bis September 2001 der Wert der Ausfuhren von Milch und Milchprodukten um 16% auf EUR 408 Mio. (ATS 5,61 Mrd.). Bei den Importen ergab sich nur ein Zuwachs um 5,5% auf EUR 239 Mio. (ATS 3,29 Mrd.). Daraus resultierte ein positiver Saldo im Außenhandel mit Molkereiprodukten von EUR 169 Mio. (ATS 2,33 Mrd.). Besonders erfreulich ist für die Vereinigung österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), dass der sich im Herbst abzeichnende Trend, wonach zunehmend Produkte mit höherer Wertschöpfung exportiert werden, erneut bestätigte. Dies trifft insbesondere auf die Lieferungen an Käse zu, deren Wert im genannten Berechnungs-Zeitraum um 21,5% auf EUR 155 Mio. (ATS 2,13 Mrd.) anstieg.

Laut Statistik Austria wurden im Zeitraum Jänner bis September 2001 Molkereiprodukte im Wert von EUR 408 Mio. (ATS 5,61 Mrd.) exportiert. Davon entfielen EUR 396 Mio. (ATS 5,45 Mrd.) auf den EU-Binnenmarkt (+22%) und EUR 11,6 Mio. (ATS 159 Mio.) auf Drittländer. Die Drittlandausfuhren verringerten sich um etwa die Hälfte, dies ist unter anderem auf jene Importsperren zurückzuführen, die Drittländer nach dem Auftreten der MKS-Fälle gegenüber der EU verhängten.

Exporterfolge mit Wellnessprodukten

Der Trend zur Ausfuhr von höherwertigen Produkten zeigte sich insbesondere in der Tatsache, dass es bei den Exporten von unbehandelter Milch (Werksmilch) und Rahm zu einem Rückgang der Menge um 11% auf 527.000 t kam. Gleichzeitig konnten in jenem Segment, das im Zuge des Wellnesstrends als Wachstumsmarkt gilt (Joghurt, Sauermilch, Joghurtdrinks usw.), Mengensteigerungen um 18% auf 44.300 t registriert werden. Der Wert dieser Erzeugnisse, die fast ausschließlich im EU-Raum abgesetzt wurden, nahm um 75% auf EUR 39 Mio. (ATS 540 Mio.) zu.

Besonders stark ausgeprägt war das Exportwachstum bei Käse, wo sich die Ausfuhren wertmäßig um 21,5% auf EUR 155 Mio. (ATS 2,13 Mrd.) erhöhten. Die Bearbeitung des EU-Binnenmarktes durch die heimischen Molkereien trug hier eindeutig Früchte, dies zeigt sich in einer Mengensteigerung um 38% auf knapp 40.000 t Käse.

Importe stiegen um 10,7%

Auf der Einfuhrseite ergab sich im Erhebungszeitraum ein Plus von 10,7% beziehungsweise ein gesamter Importwert von EUR 239 Mio. (ATS 3,29 Mrd.). Bei Rohmilch und Rahm ergab sich ein mengenmäßiger Rückgang der Einfuhren um 24% auf rund 9.200 t, deren Wert machte EUR 9 Mio. (ATS 124 Mio.) aus. Die Importe von Butter und Milchstreichfetten erreichten einen Wert von EUR 16 Mio. (ATS 219 Mio.), jene von Käse und Topfen lagen wertmäßig bei EUR 152 Mio. (ATS 2 Mrd.).

Für die VÖM zeigen die Außenhandelsdaten klar, dass im Vorjahr das Ziel der Molkereibranche, die Exporte nicht nur mengen-, sondern vor allem wertschöpfungsmäßig zu forcieren, klar erreicht wurde. (Schluss) kam

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