Brandsteidl will AHS-Oberstufe modernisieren

Wien, (OTS) "Eine Reform der AHS-Oberstufe ist dringend nötig. Zwar ist es positiv, dass diese Ansicht immer mehr Bildungspolitiker teilen, nur: Wir sollten es nicht bei reiner Ankündigungspolitik belassen. Es ist Zeit, Klartext zu sprechen und die Reform zu starten. Immerhin sind wir es den Schülern und Eltern schuldig, dass Österreichs Gymnasien rasch modernisiert und damit in ihrer Qualität verbessert werden", stellte am Donnerstag Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl fest.

Als wesentliches Ziel einer Oberstufenreform nannte Brandsteidl die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Schüler: "Die AHS soll besser als bisher auf das Leben danach und somit auf die Studienbedingungen an den Universitäten und die Arbeitsbedingungen in der Wirtschaft vorbereiten. Um das zu gewährleisten, müssen verkrustete Strukturen aufgebrochen und neue Schwerpunkte gesetzt werden. Ganz wichtig dabei: An einer verpflichtenden Bildungs- und Berufsorientierung führt kein Weg vorbei."****

Wesentliche Elemente der von ihr angestrebten Oberstufenreform seien die Förderung selbständigen Arbeitens, Projektarbeit, individuelle Schwerpunktsetzung und Teamorientierung. Brandsteidl:
"Was wir in der Oberstufe brauchen, ist ein stärkerer Methodenmix als bisher. Es macht ja keinen Sinn, 18-jährige genauso zu behandeln und unterrichten wie 10-jährige. Ein weiteres Ziel ist es, den Einsatz neuer Technologien im Unterricht zu fördern. Und: Bilingualität muss zu einer Selbstverständlichkeit werden."

Das Hauptziel der Oberstufenreform ist und bleibe aber ein Motivationsschub und eine Stärkung der Mitbestimmung in der Schule:
"Junge Menschen zu mündigen Bürgern zu erziehen, halte ich für einen wesentlichen Auftrag der Schule. Mündigkeit hängt aber auch davon ab, dass wir den Jugendlichen vertrauen und ihnen Selbständigkeit zugestehen. Hier wünsche ich mir eine mutige Oberstufenreform."

Brandsteidl abschließend: "Ich würde es begrüßen, wenn die Diskussion über die AHS-Oberstufenreform bald in eine konkretere Phase tritt. Als Repräsentantin des Wiener Schulwesens habe ich nämlich allergrößtes Interesse daran, dass wir die Qualität unserer Schulen weiterentwickeln und die Lebens- und Berufschancen unserer Schüler damit erhöhen."
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