Gaugg: Generalkollektivverträge mit fixen Grundsätzen

FPÖ-Sozialsprecher fordert Ausbau der Mindeststandards in Kollektivverträgen

Wien, 2002-01-24 (fpd) - Generalkollektivverträge mit fixen Grundsätzen, die zwar branchenunterschiedlich sein können, die Arbeitnehmer aber in keinem Fall benachteiligt werden dürfen. Dafür sprach sich FPÖ-Sozialsprecher NAbg. Reinhart Gaugg anläßlich der Auftaktveranstaltung des GPA-Projekts "kv-net" aus. *****

Es gibt immer noch Berufsgruppen mit keinen, oder extrem schlechten Kollektivverträgen. "Wenn ein Wachmann 88 Schilling brutto in der Stunde verdient, ist dies nichts anderes als ein Schandlohn", so Gaugg.

Worauf es dem Arbeitnehmer wirklich ankommt, sind Einkommen, Arbeitszeit und Fortbildung. Um eine faire Partnerschaft zu ermöglichen, müssen starke Verhandler ins Rennen geschickt werden. Aus diesem Grund spricht sich Gaugg auch vehement gegen eine völlige Verlagerung auf Betriebsebene und gegen einen "Manchester-Liberalismus" á la Raidl aus. Wenn der Generaldirektor von Böhler-Uddeholm, Dr. Claus Raidl die Höhe der Mitarbeiter-Entlohnung von der jeweiligen konjunkturellen Lage des Unternehmens abhängig machen wolle, könne dies weder im Sinne der Betriebe, noch der Arbeitnehmer sein.

"Für den Böhler-Uddehom-Boß ist es sicher optimal, alles auf Betriebsebene zu verlegen. Aber wo bleibt hier die Fairness, der Weg führt direkt ins Patriarchat", warnte Gaugg.

Außerdem lehnt der Sozialsprecher eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten, wie sie Dr. Raidl wünsche, ab. "Die Handelsangestellten und auch die KMU´s sind gegen eine derartige Flexibilisierung angesichts des Kosten-Nutzen-Faktors. Und die weiblichen Bediensteten wären einmal mehr die Leidtragenden". (Schluß)

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