Strache: Denkmalamt ist gesetzlicher Verpflichtung nicht ausreichend nachgekommen

Gesetzlich vorgeschriebener Schutz für Sofiensäle wurde nicht eingehalten

Wien, 24-01-2002 (fpd) - Der Denkmalschutz für die vorhandene historisch wertvolle Bausubstanz der Sofiensäle hätte aufgrund der Verpflichtung aus dem Denkmalschutzgesetz (§ 4 und 5 Denkmalschutzgesetzes) umgehend gesichert werden müssen. Es wäre daher die Verpflichtung des Bundesdenkmalamtes gewesen, die drohende Zerstörung und mögliche Vernichtung, aufgrund der winterlichen Einflüsse rechtzeitig zu verhindern. Dieser gesetzlichen Verpflichtung ist das Bundesdenkmalamt nach dem Empfinden unabhängiger Juristen nicht rechtzeitig und ausreichend nachgekommen.

Das Bundesdenkmalamt hätte nach Brandlöschung, bis zur Entscheidung über die weitere Zukunft der Sofiensäle, den Eigentümer zur sofortigen Anbringung eines ausreichenden Schutzes bzw. Schutzdaches veranlassen müssen. Aufgrund der Untätigkeit des Bundesdenkmalamtes passierte monatelang nichts zum Schutz der Bausubstanz, was wiederum dazu führte, dass diese den herbstlichen und winterlichen Witterungseinflüssen ausgesetzt gewesen war. Anstatt sich wochenlang auf Versprechungen des Eigentümers zu verlassen, hätte das Bundesdenkmalamt die Gerichte bzw. den Magistrat zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben bemühen müssen. Erst nach massiven FPÖ-Protesten und Anträgen im Gemeinderat wurde die nunmehrig vorhandene Schutzummantelung der Sofiensäle angebracht. Inwieweit dieser vorhandene Schutzmantel nur eine Alibifunktion hat, wird von Experten jedoch ebenfalls in Frage gestellt.

Alles in allem hat das Bundesdenkmalamt nunmehr eine rasche Entscheidung über die weitere Zukunft der Sofiensäle zu treffen. Diese Entscheidung kann angesichts der bis dato nach wie vor nicht geklärten Brandursache und der erhaltenen historisch wertvollen Bausubstanz nur im Sinne eines weiteren Erhaltes ausgehen, schloss Strache. (Schluss) jen

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 743

Klub der Freiheitlichen

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW/NFW