WOLFMAYR BESTÜRZT ÜBER DEN TOD FRANZ INNERHOFERS

ÖVP-Kultursprecherin: "Großer Schriftsteller"

Wien, 23. Jänner 2002 (ÖVP-PK) "Bestürzt" äußert sich ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr über den Freitod des bekannten österreichischen Schriftstellers Franz Innerhofer, mit dem Wolfmayr auch persönlich gut bekannt war. "Franz Innerhofer war ein großer Schriftsteller, der durch seine eigenständige Art des Schreibens die moderne Literatur entscheidend beeinflusste und viele Leser stark berührte", betonte die ÖVP-Kultursprecherin heute, Mittwoch.****

Gleichzeitig sei Innerhofer aber auch eine schwierige Persönlichkeit und tragische Existenz gewesen, sagte Wolfmayr. Sein distanziertes und manchmal ablehnendes Verhältnis zur Öffentlichkeit und zur literarischen Szene machte ihn zum Einzelgänger und Außenseiter. Vieles im Leben des Autors läßt sich aus der eigenen Lebensgeschichte erklären, die durch seine großen Romane "Schöne Tage", "Schattseite", "Die großen Wörter" hindurch schimmert. Aus armen Verhältnisse stammend und sich "in die Welt der Gebildeten" hocharbeitend, scheint Innerhofer letztendlich an der inneren Spannung und der Kluft, die er zwischen sich und der Umwelt spürte, zerbrochen zu sein, sagte Wolfmayr und zitierte aus dem Nachruf des Kulturjournalisten Werner Krause in der heutigen Ausgabe der Kleinen Zeitung: "An guten, schönen Tagen war er überzeugt, ans Ende der Nacht kommen zu können, die Finsternis hat ihn eingeholt." (Kleine Zeitung, 23.1.2002, S. 67)

"Nur wenige Tage nach dem Tod des bekannten steirischen Lyrikers Alois Hergouth hat Innerhofer seinem Leben mittels Freitod ein Ende gesetzt. Beide hatten ihre Heimat im Umkreis um das Forum Stadtpark. Österreich ist um zwei großartige, hochsensible und bedeutende Literaten ärmer", sagte Wolfmayr.
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