MuseumsQuartier auf Schiene: Grünes Licht für quartier21, MQ Gesellschaft ist auch Nutzer im MQ

Wien (OTS) - Bei den gestrigen Sitzungen (Aufsichtsrat und Generalversammlung) der MuseumsQuartier Betriebsgesellschaft wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2002/2003 beschlossen und die neuen Geschäftsfelder der Gesellschaft bekräftigt. "Demnach ist die Gesellschaft, der ich vorstehe, nicht nur Hausverwalter und Facilitymanager sondern auch selbst Nutzer. Wenn man so will, sind wir Hauseigentümer mit eigener Wohnung im Haus", kommentiert Dr. Wolfgang Waldner, Geschäftsführer der MuseumsQuartier Betriebsgesellschaft, seine Rolle.

Neue Rolle der MQ Betriebsgesellschaft

Die Geschäftsführung hat die Aufgabe und den Auftrag der Eigentümer Bund und Gemeinde (Bundesministerin Gehrer und Bürgermeister Häupl), das MQ nicht nur zu verwalten sondern als Gemeinschaftsprojekt zu entwickeln, Synergien zu schaffen, die spannende Vielfalt und den Nutzungsmix zu erhalten. Nach Bau und Entwicklung des MQ stehen in Zukunft die Kommunikations-Aufgaben (u.a. Standortbewerbung, internationale Positionierung, Dienstleistungsmarketing, Ticketing, Leitsystem etc.), die Bewirtschaftung des Areals sowie die Schaffung und Erhaltung der kulturellen Vielfalt (quartier21 ) im Zentrum der Aufgaben.

Schon nach wenigen Monaten ist es gelungen, wie die zahleichen und äußerst positiven internationalen Medienberichte (bereits mehr als 4.000) belegen, das MQ als eines der wichtigsten Kulturzentren der Welt zu etablieren. Über 1 Million Besucher aus dem In- und Ausland hat der neue Kulturbezirk bereits angezogen.

Aufsichtsrat nimmt zu öffentlichen Vorwürfen Stellung

Bei diesen Sitzungen wurde auch auf die aktuellen Vorwürfe der in der Öffentlichkeit geäußerten Kritik einzelner Nutzer ( AZW-Direktor Dietmar Steiner, Profil-Kommentar 21. Jänner) eingegangen und folgende Klarstellungen getroffen:

Baumängel

Der Aufsichtsrat hält ausdrücklich fest, dass Baumängel - sofern sie unter dieGewährleistungspflicht fallen - laufend behoben werden. Die bisherige Arbeit der Geschäftsführung und der Projektleitung wird auch in diesem Zusammenhang ausdrücklich positiv beurteilt. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind nur noch wenige Gewährleistungsmängel offen, alle anderen angeblichen Mängel sind in die Kategorie nichterfüllte Bauwünsche einzureihen, die alleine Angelegenheit des Bestellers - in diesen Fällen der Gemeinde Wien - sind.

Kommunikationsdefizit

In dieser Woche findet bereits die 25. Koordinationssitzung statt, zu der die MQ Gesellschaft seit über 2 Jahren alle Nutzer einlädt. In diesen und anderen Projektgruppen werden Themen wie Betriebsführung, Marketing, Leit- und Informationssystems und vieles mehr laufend behandelt. Im Zuge der Besiedelung des quartier21 werden zu den 15 bestehenden Nutzern in Kürze weitere 18 ins MQ einziehen. Dies macht auch eine Adaptierung der Kommunikationsstruktur notwendig, die bereits in Ausarbeitung ist und bei der nächsten Aufsichtsratssitzung präsentiert wird. Selbstverständlich werden die bisherigen Nutzer und zukünftigen Nutzer in diesen Prozess eingebunden werden.

"Etwas mehr Gelassenheit und etwas weniger kleinliches Hick Hack wäre angesichts der Dimensionen des Projektes und der bisherigen Erfolge durchaus angebracht", nimmt Waldner Stellung.

quartier21

Im Sommer 2002 werden in das MuseumsQuartier 18 zusätzliche, zeitgenössische Kulturinstitutionen einziehen. Das spannende kulturelle Spektrum im MQ reicht dann von Elektronischer Musik über Videokunst, Tanz und Kinderkultur bis hin zu Schiele und Klimt - ein Konzept, das weltweit einzigartig ist. Zudem wird dieses quartier21 keine weiteren Steuermillionen verschlingen, da es sich aufgrund von Sponsorengeldern und kommerzieller Nutzung von Teilbereichen praktisch finanziell selbst erhalten wird. Eine unabhängige Expertenjury wählte aus mehr als 100 Bewerbern die Kulturinstitutionen für das quartier21 aus - die Vertragsverhandlungen sind bereits voll im Gange.

Kunsthalle behindert Bauphase 2

Seit Herbst wird im MQ an der Bauphase 2 (Renovierung der Altbauten) gearbeitet. Mit einem Abschluß der Arbeiten ist im Sommer 2002 zu rechnen, die Besiedlung des quartier21 ist für Sommer 2002 geplant.

Einzige Ausnahme ist der Bereich der im Fischer von Erlach liegenden "alten" Büros der Kunsthalle, die bisher kostenlos von dieser genützt werden. Dr. Matt, dessen Büros am neuen Standort bereits seit Monaten übergeben und bezogen sind, weigert sich, diese bisherigen Räume zu verlassen, was bereits zu empfindlichen Bauverzögerungen führt. Durch die damit verbundenen zusätzlichen Kosten ist ein wirtschaftlicher Schaden für die Gesellschaft zu erwarten.

Rückfragen & Kontakt:

Daniela Enzi,
T: +43-1-523 58 81 266, F: +43-1-523 58 86;
denzi@mqw.at

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