Ill fließt in neuen Bahnen BILD

Feierliche Eröffnung des neuen Gerinnes

Feldkirch (VLK) - Die Arbeiten an der Illmündung in den
Rhein - der größten Wasserbaustelle im Lande - erreichten
heute, Mittwoch, ein spektakuläres Etappenziel. Im Beisein
von Landeshauptmann Herbert Sausgruber und
Wasserwirtschaftsreferent Landesstatthalter Hubert Gorbach
wurde die Ill in ihr neues Gerinne umgeleitet, das sie etwa
400 Meter flussabwärts in den Rhein münden lässt. ****

Landeshauptmann Sausgruber erinnerte daran, dass Wasser in unserer Region zum einen der einzige Bodenschatz ist und zum
anderen eine ständige Naturgefahr darstellt. So habe nicht
zuletzt das schwere Hochwasser im Jahr 1999 die Notwendigkeit
zum Neubau der Ill-Sohlrampe auf dramatische Weise bestätigt.

Durch die Baumaßnahmen wird der Höhenunterschied zwischen
Ill- und Rheinsohle künftig mittels zwei rund 40 bis 50 Meter breiten Rampen mit je 3,5 Meter Höhe überwunden. Die
Illmündung wurde verlegt um einen günstigeren
Einmündungswinkel zu erreichen und Uferanrisse am gegenüberliegenden Schweizer Rheinufer zu vermeiden. Um strömungsliebenden karpfenartigen Fischen den Aufstieg in die
Ill zu ermöglichen, wird eine Umgehungsrinne gebaut. Laut Terminplan sollen die Arbeiten Ende April 2002 abgeschlossen
sein.

Landesstatthalter Gorbach verdeutlichte die Dimensionen
der Bauarbeiten an der Ill-Sohlrampe anhand beeindruckender
Zahlen: So betrugen die gesamten Aushubarbeiten bis dato ca.
250.000 Kubikmeter, bei den Steinverlegearbeiten wurden
gesamt 12.000 Tonnen Granitsteine für die Sohlrampe und
35.000 Tonnen Kalksteine für die Ufersicherung verlegt, die Grundwasserabsenkung im Bereich der beiden Rampen beträgt
sieben bzw. vier Meter.

Sausgruber und Gorbach bedankten sich bei allen am Bau Beteiligten und gratulierten zu der technischen
Meisterleistung.
(gw/dw/dig,nvl)

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