Bartenstein: Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich gesunken, aber auch die 11.000 des Vorjahres sind zu viel

"Runder Tisch" für weitere Verbesserungsvorschläge in Aussicht

Wien (BMWA-OTS) - gestellt

"Diese Bundesregierung hat bisher einen
erfolgreichen Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit geführt und die Zahl der Betroffenen seit 1999 mehr als halbiert, aber auch die 11.000 des Vorjahres sind natürlich zu viel", erklärte Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien, Dr. Michael Landau. Jeder einzelne Mensch sei es alle erdenklichen Versuche wert, ihn wieder in die Regel-Arbeitswelt zurück zu bringen. Ein "runder Tisch" mit Vertretern der Regierung, der Länder, der Gemeinden, der Sozialpartner und Organisationen wie der Caritas wäre geeignet, den Status quo zu erheben und Vorschläge zu erarbeiten, um Gutes noch weiter zu verbessern, griff der Minister einen Vorschlag des Caritas-Direktors auf. ****

Gab es im Durchschnitt des Jahres 1999 noch 31.703 Langzeitarbeitslose, so sank diese Zahl über 19.142 im Jahr 2000 auf 11.336 im Vorjahr. Österreich nehme damit im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz ein, wie auch die Arbeitslosigkeit generell auf niedrigem Niveau liege, betonte Bartenstein. Natürlich biete der Anstieg in der jüngsten Vergangenheit Anlass zur Sorge, und für die Betroffenen biete diese Platzierung im internationalen Vergleich keinen Trost und keine Hilfe, räumte der Minister ein, zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Konjunktur schon bald wieder einen Aufschwung nehmen werde und damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Den Schauplatz der Pressekonferenz - das "carla Wien" nahm Bartenstein zum Anlass, der Wiener Caritas für ihre Aktivitäten zu danken. Die Caritas betreut in verschiedenen Projekten - den Caritas-Lagern "carla", wo gebrauchte Möbel, Kleider etc. entgegengenommen und weiter verkauft werden, dem Stadtbeisl "Inigo" und der Aktion "Pfarren helfen Arbeitslosen" - mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice 83 Transitarbeitsplätze, auf denen Langzeitarbeitslose eine Chance für Beschäftigung und eine Wiedereingliederung in den regulären Arbeitsmarkt vorfinden.

Für junge Mütter - oder auch Väter - die als allein Erziehende mit Betreuungspflichten keine Vollzeitbeschäftigung annehmen können und die daher wegen Ablehnung eines angebotenen Arbeitsplatzes den Anspruch auf Arbeitslosengeld verloren haben, kündigte Bartenstein eine Lockerung der Zumutbarkeitsbestimmungen an.

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