Grünewald: Ausbau der Frauenförderung an Unis dringend nötig

Uni-Reform trägt nichts zur Verbesserung der Situation bei

Wien (OTS) "Es besteht nach wie vor erhöhter Bedarf nach dem Ausbau der Frauenförderung an Österreichischs Universitäten", moniert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Zwar seien in den letzten Jahren verstärkt Frauen als wissenschaftliches Personal, vielfach als Vertragsassistentinnen, angestellt worden. Doch durch das mit dem neuen Dienstrecht beschlossene zwingende Auslaufen ihrer Verträge werden die Fortschritte, die im Bereich der Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen erzielt wurden, zunichte gemacht. "Gehrer hat bis heute kein Wort dazu gesagt, wie sie das verhindern will", so Grünewald.

Grünewald widerspricht damit auch der VP-Abgeordneten Brinek, der zufolge die Uni-Reform 'volle Rückendeckung für Frauenanliegen' bringe. "Ich stelle mit Erstaunen fest, dass Brinek glaubt, sich durch Behauptungen und Aussagen profilieren zu müssen, die in krassem Gegensatz zu den Zahlen des Bildungsministeriums stehen und damit den nüchternen Fakten widersprechen", kommentierte Grünewald.

Sämtlich vorliegende Stellungnahmen der Arbeitskreise für Gleichbehandlungsfragen sprächen von massiven Verschlechterungen der Situation für Frauen an den Universitäten durch die Reform. Gerade bei einer Wissenschaftssprecherin sei zu erwarten, dass Aussagen und Realität in einem erkennbaren Zusammenhang stehen. "Realitätsverlust ist keine Wissenschaftlichkeit, sondern höchstens Objekt wissenschaftlicher Betrachtungen", so Grünewald.

Frauen sind an Österreichischs Universitäten nach wie vor unterrepräsentiert. Das bestätigen aktuelle Zahlen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Obwohl 52 % der Studierenden weiblich sind, beträgt, der Anteil bei Assistentinnen lediglich 26%, bei Professorinnen gar nur 7%.

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