Uni-Reform: Niederwieser sieht "Riesengefahr" eines frauenpolitischen Rückschlags

Wien (SK) Die Einschätzung der Juristin und Staatspreisträgerin für Geschlechterdemokratie Silvia Ulrich, dass die Uni-Reform, wie sie Ministerin Gehrer plant, zu einem frauenpolitischen Rückschritt an den Universitäten führen könnte, kann SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser nur teilen. Dies sei einer der wesentlichen Einwände gegen den Gestaltungsvorschlag des Ministeriums. "Wenn alle demokratischen Institutionen beschnitten, geschwächt oder abgeschafft werden, dann hat das natürlich auch einen Einfluss auf die Vertretung von Fraueninteressen auf der Uni", so Niederwieser zu den gestrigen Aussagen Ulrichs. ****

So habe Österreich ja derzeit schon einen massiven Aufholbedarf was den Frauenanteil unter der Professorenschaft betrifft; wenn das Ministerium nun im Uni-Senat die Studierenden, die ja zu über der Hälfte weiblich sind, zugunsten der männlich dominierten Professorenschaft abwertet, dann zeitige das mittelfristig auch Folgen für die Karrierechancen von Frauen auf den Unis, so der SPÖ-Wissenschaftssprecher. "Wie generell ja die geplante Uni-Reform befürchten lässt, dass sich die einfluss- und finanzstarken Bereiche - von den Lehrenden bis hin zu Studienrichtungen und Instituten -zugunsten der schwächeren durchsetzen werden." (Schluss) ah

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