HTV zu Schwarzunternehmertum: Die gehören hinter Gitter

Illegale Beschäftigung muss Sache des Strafrechtes werden

Wien (HTV/ÖGB). "Die österreichische Bundesregierung muss endlich wach werden. Die schwarzen Schafe der Transportwirtschaft gehören hinter Gitter", findet der Vorsitzende der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV), Willibald Steinkellner, klare Worte zum jüngsten Fall eines niederösterreichischen Transportunternehmers bei dem gestern eine polizeiliche Großrazzia durchgeführt wurde.++++

"Durch illegale Beschäftigung, die noch dazu eine menschenverachtende Vorgangsweise darstellt, wird Druck auf diese Lenker ausgeübt. Dadurch entsteht auch Druck auf die seriösen Firmen und ihre Beschäftigten", argumentiert der HTV-Vorsitzende.

Steinkellner: "Die Unfallstatistik zeigt ein klares Bild. Immer wieder sind LKWs in schwere Verkehrsunfälle verwickelt. Durch überlange Arbeitszeiten, mehr als 16 Stunden täglich, ist die Verkehrssicherheit nicht mehr zu gewährleisten. Der Schäden für die österreichische Gesellschaft durch Entfall von Sozialversicherungsbeiträge und Steuerhinterziehung ist riesig. Deshalb darf die Beschäftigung von Schwarzarbeitern kein Kavaliersdelikt bleiben".

Der HTV-Vorsitzende: "Die Gewerkschaft HTV hat beschlossen alles zu tun, um die Regierung dazu zu bringen, diesen Sozialbetrug strafrechtlich zu verankern." Dies vor allem auch deshalb, da der nun aufgedeckte Fall kein Einzelfall ist.(ff)

ÖGB, 23. Jänner 2002
Nr. 053

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