Lichtenberger: Generalverkehrsplan vergrößert Sicherheitsprobleme bei Bahn

Aufschub von Tunnelsicherheit nach Tiroler Tunnelbrand zurücknehmen

OTS (Wien) - "Der nur mit Glück glimpflich abgegangene Tunnelbrand heute nacht in der Bahn-Südumfahrung von Innsbruck muss die Bundesregierung beim Generalverkehrsplan zum Umdenken bewegen. Zusammen mit der ÖBB verfolgen Forstinger & Co im Generalverkehrsplan nämlich eine 'brandgefährliche' Linie: Gegenüber den Entwürfen von Herbst 2001 sollen Tunnelsicherheitsprojekte im Schienennetz -Beispiel Zammertunnel - nach hinten verschoben werden. Gleichzeitig will man aber Euro-Milliardensummen in neue Bahntunnel und damit neue Gefahrenherde pumpen. Das ist nicht nachvollziehbar. Hier müssen neue Prioritäten gesetzt werden", verlangt Eva Lichtenberger, Verkehrssprecherin der Grünen.

Die Grünen fordern von BM Forstinger ein Vorziehen der Tunnelsicherheitsprojekte im Generalverkehrsplan und ein grundsätzliches Überdenken der 'Bahn-Tunnelitis'. "Die Aussagen der am Löscheinsatz heute nacht beteiligten Feuerwehreinsatzkräfte, dass bei einem Brand im Tunnel ein Löschen nicht möglich gewesen wäre, müssen alle Alarmglocken läuten lassen. Durch immer mehr große Tunnel im Schienennetz schafft man mehr Sicherheitsprobleme. Überdies sind die Tunnel durch die hohen Kosten, auch für die Sicherheit, eine dauerhafte wirtschaftliche Belastung für die ÖBB", so Lichtenberger. Die Grünen verlangen stattdessen bei der Bahn Vorrang für die Fahrgäste - auf dem bestehenden Netz müssten mehr Züge geführt werden. Dazu brauche es keine teuren Riesentunnel mit all ihren Nebenwirkungen, so Lichtenberger abschließend.

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