Angestellte der Tages- und Wochenzeitungen fordern Wiederaufnahme von KV-Verhandlungen

GPA-Kritik am Verhalten des VÖZ

Wien (GPA/ÖGB). Die Betriebsräte der knapp 3000 kaufmännischen Angestellten der Tages- und Wochenzeitungen fordern die Wiederaufnahme von Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag. In einer einstimmig beschlossenen Resolution, die heute dem Verband der Österreichischen Zeitungsherausgeber (VÖZ) übergeben wird, fordern sie die Wiederaufnahme von Verhandlungen bis Monatsende. Der VÖZ hatte Anfang Jänner den KV einseitig aufgekündigt.++++

Für den Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite Ernst Molzar (Mediaprint-Betriebsrat) stellt das Vorgehen des VÖZ einen klaren Bruch bisheriger sozialpartnerschaftlicher Gepflogenheiten dar. "Die bisherigen Vorschläge der Arbeitgeber für eine neue Gehaltsstruktur hätten in der Zukunft massive Einkommensverluste für die Beschäftigten gebracht, die für uns in dieser Form unannehmbar sind", so Molzar. In den nächsten Tagen soll in den Betrieben eine breite Information über das Vorgehen der Arbeitgeber anlaufen.

GPA-Geschäftsbereichsleiter Karl Proyer bezeichnet es als "äußerst sonderbar", dass es die Arbeitgeber einer freiwilligen Vereinigung sind, die sich an die Spitze des Eingriffs in bestehende Kollektivverträge stellen. Es sei aber völlig klar, dass die Arbeitnehmer jederzeit für die Wiederaufnahme konstruktiver KV-Verhandlungen bereit sind.

ÖGB, 23. Jänner 2002 Nr. 052

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