Trafiken: Schilling hat bis 28.2.2002 Gültigkeit

Preiskommission: Großartige Leistung der österreichischen Trafikanten bei Währungsumstellung

Wien (PWK059) - Die Euro-Preiskommission bestätigt den österreichischen Trafikanten, bei der Währungsumstellung ausgezeichnete Arbeit geleistet zu haben. Zu vereinzelten Schwierigkeiten kam nach Aussagen von einigen Konsumenten lediglich, wenn kurz nach dem Start der neuen Währung in Tabaktrafiken kleine Umsätze mit großen Schilling-Scheinen bezahlt wurden. "Dass in einer derartigen Stresssituation der gute Ton auf der einen oder anderen Seite vergessen wurde ist menschlich verständlich, dient aber sicher nicht dem Kundenservice", erklärt Ulrich Chmel vom Bundesgremium der Tabaktrafikanten in der Wirtschaftskammer Österreich.

Klargestellt wurde von der Euro-Preiskommission gemeinsam mit den Vertretern des Bundesgremiums, dass der Schilling bis Ende Februar 2002 Gültigkeit hat. "Trafikanten", so Chmel, "werden bis zu diesem Datum auch Schilling zur Zahlung annehmen. Wir appellieren aber an die Bevölkerung, ihre Schillingbestände bei den Banken und Sparkassen gegen die neue Euro-Währung umzutauschen." Als selbstverständlich wird aber seitens der Trafikantenvertreter vorausgesetzt, dass Trafikanten älteren unbeholfenen Menschen oder unerfahrenen Jugendlichen beim Kauf in Trafiken das Einwechseln von Schilling-Münzen oder Schillingscheinen ermöglichen werden. Auch hier wird der Grundsatz des gegenseitigen Verständnisses und der Hilfsbereitschaft Geltung haben.

Abschließend wurde von der Europreiskommission im Wirtschaftsministerium zur Kenntnis genommen, dass die Tabakwarenpreise nicht von den Tabaktrafikanten gestaltet werden, sondern von der Tabakindustrie. Über die gesamte Produktpalette ist eine marginale Preiserhöhung von 0,002 bei Tabakwaren festzustellen. Der Grund dafür liegt in der Sicherstellung des Automatenverkaufes (5 Cent als kleinste Währungseinheit für Automatenbetrieb). Diese nahezu ausgeglichene Bilanz ergibt sich aus Preisreduktionen bei vielen Produkten und geringfügigen Preiserhöhungen bei ganz wenigen Tabakwaren.

Ebenso wurde von der Europreiskommission zur Kenntnis genommen, dass es bei Presseprodukten europaweit unterschiedliche Euro-Preiszonen gibt. Diese ergeben sich aus den unterschiedlichen Mehrwertsteuerbelastungen der Presseerzeugnisse und den differenzierten Transportkosten in den Verbreitungsgebieten. Schon bisher galten unterschiedliche Preise für Presseprodukte in den einzelnen Staaten Europas, die aber in den jeweiligen Landeswährungen aufgedruckt waren. Erst die Europreisauszeichnung macht diese schon immer bestandenen Preisunterschiede für jedermann nachvollziehbar. (EBK)

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