Kronberger: Anti-Atom-Etappensieg im Umweltausschuss

EU-weite Kennzeichnung von Atomstrom und Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz

Wien, 2002-23-01 -(fpd)- Als großen Anti-Atom-Etappensieg bei der Liberalisierung des Energienbinnenmarktes bezeichnet der EU-Parlemtarier und Energieexperte Hans Kronberger die gestrige Abstimmung seiner Stellungnahme zur Änderung der Elektrizitäts- und der Erdgasbinnenmarktrichtlinie im Umweltauschuss des Europäischen Parlamentes.****

Als großen Erfolg bewertet Kronberger, dass der Umweltausschuss seiner Forderung "nicht nur die EU-weite Kennzeichnung von Atomstrom, sondern auch die Kennzeichnung von Atomstrom bei Werbe-und Marketingaktivitäten" gefolgt ist. Kronberger: "Im Sinne des Verbraucherschutzes müssen wir maximale Transparenz gewährleisten, damit jeder Konsument weiß, welchen Strom er bezieht und mit welchem Stromanbieter er es zu tun hat."

Darüber hinaus ist es gelungen, dass aus Gründen des Umweltschutzes Strom aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse vorrangigen Netzzugang erhält"

Kronberger weiter: "Als Sensation gilt, dass der Umweltausschuss beschlossen hat, dass erstmals Biogas ins Erdgasnetz eingespeist werden darf. Bisher wurde Biogas zur Wärmeerzeugung und Stromgewinnung verwendet. Mit der Einspeisung in das Erdgasnetz eröffnet sich eine zusätzliche Verwendungsmöglichkeit mit der aufwendige Erdgastransporte über Pipelines aus fernen Ländern überflüssig gemacht werden. Darüber hinaus verfügt Österreich über ein ernormes Biogasproduktionspotential, durch das neue Arbeitsplätze und Einkommensquellen gerade in der Landwirtschaft geschaffen werden.

"Mit der vom Umweltausschuss beschlossenen Änderung der Elektrizitäts- und Erdgasbinnenmarktrichtlinie konnten damit zwei Fliegen auf einen Streichen, erzielt werden. Damit sind wir dem Ausstieg aus der Atomkraft und der fossilen Ressourcennutzung wieder einen Schritt näher gerückt", so Kronberger.

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