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Stephansplatz: Wal demonstriert gegen Walfang

Wien, Melbourne (OTS) - Mit einem weltweiten Aktionstag fordert Greenpeace
heute die Regierungen der Welt auf, sich gegen den japanischen Walfang auszusprechen. In 14 Staaten von Australien über Österreich bis in die USA werden auf großen Videowänden aktuelle Bilder vom japanischen Walfang in der Antarktis rund um die Welt getragen. "Die österreichische Regierung muss sich dringend gegen den japanischen Stimmenkauf in der Internationalen Walfang Kommission aussprechen," fordert Greenpeace-Walexpertin Nina Thüllen. "Greenpeace erwartet von Außenministerin Ferrero-Waldner, dass sie wie die neuseeländische Premierministerin den Stimmenkauf öffentlich verurteilt."

Die Wiener Innenstadt steht heute Nachmittag zwischen 16 und 19
Uhr
im Zeichen der Wale: Ein brandaktuelles Video - erst in den letzten Wochen auf dem Greenpeace-Expeditionsschiff Arctic Sunrise gedreht -unterstreicht, wie nahe die japanische Regierung ihrem Ziel, eine Pro-Walfang Mehrheit in der IWC, der Internationalen Walfang Kommission, zu erkaufen, bereits ist. Auf einer 24 Quadratmeter großen Videowand können sich die Menschen auf dem Wiener Stephansplatz ein Bild vom japanischen Walfang machen, ein 9 Meter langer Minkewal wird die Menschen auffordern, sich unmittelbar einem Protestaufruf anzuschließen (www.youcandoit.at). "Die österreichische Regierung muss sich jetzt entscheiden und deutlich machen, dass sie sich am Ausverkauf der Wale nicht beteiligt," so Nina Thüllen. Vor Ort kann sich jeder dieser Aufforderung mit seiner Unterschrift oder per Email anschließen.

Die japanische Regierung hat seit 1987 358 Millionen Euro (5 Mrd. Schilling) ausgegeben, um den Walfang wieder salonfähig zu machen. "Der japanische Stimmenkauf ist ebenso tödlich für die Wale wie eine abschussbereite Harpune,” kritisiert Thüllen. "Japan kauft Stimmen von IWC-Mitgliedsstaaten und damit das Schicksal der Wale!" Japan hat im letzten Jahr eingestanden, Stimmen in der IWC zu kaufen. Auch der Premierminister von Antigua und Barbuda hat im letzten Jahr zugegeben, dass sein Land im Gegenzug auf der IWC mit Japan stimmen wird.

Als einziger Staat hat sich bisher Neuseeland öffentlich gegen
die
japanischen Praktiken ausgesprochen. Wenn der Stimmenkauf ohne Konsequenzen bleibt, wird die japanische Regierung bis zu nächsten Tagung der IWC im Mai 2002 eine Mehrheit hinter sich versammelt haben und sich sofort daran machen, das geltende Verbot des Walfangs zu kippen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressesprecher,
01-5454580-33 od. 0664/2407075
Nina Thüllen,
Meeresbiologin Greenpeace,
01-5454580-36 od. 0664-5484553
Für telefonische Interviews
steht auch die japanische
Greenpeace-Walexpertin zu Verfügung:
Yuko Hirono,
0061 (0) 438740454Axel Krotz,

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