Richtungsweisendes Ergebnis durch Zugehen aufeinander

Wesentliche Punkte zu einem liberalisierten Zugang sind im Verhandlungsergebnis beinhaltet

Leogang (BMWA/OTS) - Ein Expertengespräch zwischen Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann und der Wirtschaftskammer Österreich mit Vizepräsident Matthias Krenn und BSO Johann Schenner an der Spitze brachte eine Einigung in der Frage der Erleichterung des Berufszugangs für das Gastgewerbe. An einem Minimum an Fachqualifikation, um sich im Gastgewerbe selbständig zu machen, wird festgehalten. ***

"Mein Standpunkt, dass allein mit Zugangsbeschränkungen das Image des Berufes nicht gehoben werden kann, wurde bestätigt", freut sich Rossmann über die Gesprächsbereitschaft der Kammer. Eine Liberalisierung des Zugangs erfolgt insofern, als sich nun jeder mit einer einschlägigen Ausbildung, wie Lehre (neu dazu kommt der Bürokaufmann in einem Gastgewerbebetrieb) oder Schule, ebenso jeder Akademiker ohne zusätzliche Praxis, sofort selbständig machen kann. Durch den Fall der nachfolgenden Praxiszeit wurde auch die Lehre aufgewertet. Für Quereinsteiger bleibt eine Prüfung über fachliche Inhalte des Gastgewerbes erhalten. "Diese Qualitätsstandards sind im Gastgewerbe notwendig, um unsere führende Rolle im Tourismus beizubehalten" hält Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbands Gastronomie fest.

"In kurzer Zeit konnte hier eine für alle tragbare Lösung erreicht werden, Vorgangsweise, die in Europa ihre Nachahmer sucht", zog Schenner ein positives Resümee über die Verhandlungen.

Ein kritischer Punkt bleibt die Festlegung von Mindeststandards in Hinblick auf die Freigabe der erweiterten gastgewerblichen Verabreichungsrechte des Handels. Dazu besteht der Konsens, dass, so Krenn, "- im Sinne des Konsumentenschutzes - eine Erweiterung nur unter Einhaltung gleicher Mindeststandards (Hygiene, Toilettanlagen, etc.) wie im Gastgewerbe erfolgen darf". (Schluss) bxf

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