Häupl für gesamteuropäische Initiative gegen Atomkraftwerke

Wien, (OTS) Bürgermeister Dr. Michael Häupl nahm am Dienstag in seinem Mediengespräch zum Ergebnis des Volksbegehrens und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen Stellung. Ihn überrasche das Ergebnis nicht, stellte er einleitend fest. 169.000 Unterschriften in Wien seien ein Zeichen der Besorgnis. Er sei überzeugt, dass vier bis fünf Mal so viele Unterschriften zustande gekommen wären, wenn es sich nicht um ein Parteienbegehren gehandelt hätte.

Wie Häupl ausführte, könne er die Sorgen der Menschen nachvollziehen, er selbst sei schon immer gegen Kernenergie gewesen. Aufgrund des Ergebnisses sollte die österreichische Bundesregierung alles tun, um die Frage des Atomausstiegs als ein europäisches Problem zu begreifen. Häupl sprach sich deutlich gegen eine Veto-Politik aus, der Erweiterungsprozess der EU sollte positiv angegangen werden.

Bezüglich der Initiative gegen Atomkraftwerke hoffe er auf die Grünen, die in Finnland an der Regierung beteiligt sind und mithelfen könnten, dass in diesem Land kein Atomkraftwerk errichtet wird. Er erinnerte auch an die Worte des deutschen Kanzlerkandidaten Stoiber, der als eine seiner ersten Aussagen angekündigt hatte, im Falle seiner Wahl den von SPD und den Grünen geplanten deutschen Atomkraftausstieg fallen zu lassen.

Abschließend meinte Häupl, man solle der Bevölkerung nichts "vorgaukeln", eine gesamteuropäische Initiative gegen Atomkraft sei der sinnvollste Weg.**** (Schluss) ull/vo

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