Bauer: Gründung einer europäischen Plattform für den Ausstieg aus der Atomenergie dringend notwendig

Wien (SK) Die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik hat heute in einer Pressekonferenz die Ergebnisse einer aktuellen Meinungsumfrage zum Temelin Volksbegehren präsentiert. Die Umfrageergebnisse geben in erster Linie Aufschluss über die Motive einer Beteiligung bzw. einer Nicht-Beteiligung am Volksbegehren. ****

Sehr deutlich spiegeln die Ergebnisse der Umfrage die Angst der Menschen vor Kernenergie wider: 79 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass Temelin nicht in Betrieb gehen soll. 77 Prozent befürworten einen europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie.

Nur 16 Prozent der Interviewten geben an, mit der Beteiligung am Volksbegehren den Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union verhindern zu wollen und nur 11 Prozent wollen mit ihrer Beteiligung die FPÖ unterstützen.

Als Motive für eine Nicht-Beteiligung am Volksbegehren nennen 63 Prozent, dass der Beitritt Tschechiens nicht an der Temelin-Diskussion scheitern solle.

"Das Hauptergebnis des Volksbegehrens sowie dieser Untersuchung ist:
die Österreicherinnen und Österreicher wollen den Ausstieg aus der Atomenergie. Es liegt jetzt an uns, die Federführung zu übernehmen und uns um einen europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie zu bemühen. Ziel muss es sein, alle Staaten von einem Ausstieg aus der Atomenergie zu überzeugen", so SPÖ-Abgeordneter Hannes Bauer, Vorsitzender des "Zukunftsforum Österreich". "Die Gründung einer europaweiten Plattform für den Ausstieg aus der Atomenergie sollte sofort parteiübergreifend in Angriff genommen werden." (Schluss) ah/mp

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK