Neuer KV für Erdölindustrie: KV + 2,9 Prozent, Ist + 2,9 Prozent

Wien (GMT/GPA/GdC/ÖGB) In den Abendstunden des 21. Jänner 2002 haben die zuständigen Gewerkschaften mit den Arbeitgebervertretern der Erdölindustrie einen neuen Kollektivvertrag für die Beschäftigten abgeschlossen.++++

Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter werden um 2,9 Prozent erhöht.
Die Ist-Löhne und -gehälter steigen um 2,9 Prozent.
Die Lehrlingsentschädigungen steigen um 2,9 Prozent.
Die Zulagen werden um 2,9 Prozent, die Aufwandsentschädigungen um 1,5 Prozent erhöht.
Der Kollektivvertrag tritt am 1. Februar 2002 für knapp 4000 Beschäftigte der Erdölindustrie in Kraft.

Die Gewerkschaften konnten im rahmenrechtlichen Teil des Kollektivvertrages wesentliche Verbesserungen durchsetzen, darunter:
Krankenrücktransportversicherung bei Auslandseinsätzen oder Anrechnung von Zeiten des Bezuges des Krankengeldzuschusses für Karenzurlaube. Die Kürzung des Tages- und Nächtigungsgeldes bei Auslandseinsätzen für die ersten 28 Tage konnte von den Gewerkschaften verhindert werden.
Durch Betriebsvereinbarungen kann die Arbeitszeit der hauptberuflichen Feuerwehren bei erheblicher Arbeitsbereitschaft pro Woche auf maximal 60 Stunden, pro Tag auf maximal 12 Stunden ausgeweitet werden.

Die zuständigen Gewerkschaften Metall - Textil, GPA und Chemie haben mit dem Abschluss gleichzeitig eine Absichtserklärung der Arbeitgeber erhalten, gemeinsame Verhandlungen aufzunehmen, wonach die Zugehörigkeit der nationalen und multinationalen Unternehmen sowie deren Töchter zum Mineröl-Kollektivvertrag erhalten bleiben soll.

ÖGB, 22. Jänner 2002
Nr. 045

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