Kinderfreunde: Die bitteren Früchte des Kindergeldes

Wien (SK) Kritik an der Situation der Kinderbetreuung in Kärnten übt Gabriele Binder, Familiensprecherin der Österreichischen Kinderfreunde. So ist etwa FPÖ-Familiensprecherin Wilma Warmuth "stolz", dass Kärntner Familien auch dieses Jahr wieder ein Milliardenpaket für Kindergeld, Familienförderung und Kinderbetreuungseinrichtungen erhalten werden. "Von 'wieder erhalten' kann jedoch hier keine Rede sein. Kärnten liegt beim finanziellen Aufwand für Kinderbetreuung bundeslandweit im letzten Drittel", kritisiert Binder. "Besonders hoch ist das Defizit bei der Kleinkindbetreuung in Kärnten. Während in Wien 7.284 Kinder unter drei Jahren die Möglichkeit haben eine Kinderkrippe zu besuchen, erhalten diese Chancen in Kärnten nur 64 Kinder", zeigt sich Binder besorgt. ****

Eine Untersuchung bei Kärntens Familien, die das letzte Jahr das Kindergeld erhalten haben, hat katastrophale Ergebnisse geliefert. "48 Prozent der Kärntner Familien würden ihr Kind gerne in eine Kinderbetreuungseinrichtung geben, können es sich jedoch nicht leisten, da der finanzielle Aufwand zu hoch ist. Auch hat das Kindergeld die Erwartungen der Familien nicht erfüllt. 80 Prozent der Familien gingen davon aus, dass sie die ATS 6.000,- (€ 436) zusätzlich erhalten würden. Bei vielen wurde aber nur der Differenzbetrag von lächerlichen ATS 200,- (€ 14,53) ausbezahlt. Bei diesen Tatsachen, die eher zum Weinen zu sind, verstehe ich Frau Warmuths Freude nicht", so Binder abschließend. (Schluss) ah/mm

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