Außenministerin säumig bei der Aufstockung der Mittel für die Entwicklungshilfe

Jäger zu Afghanistan-Geberkonferenz: Gelder auch an NGO's!

Wien (SK) Obwohl die entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, Inge Jäger, die Zusage Österreichs anlässlich der Geberkonferenz von Tokio, 12 Millionen Euro für die Afghanistan-Hilfe zur Verfügung zu stellen, prinzipiell positiv bewertet, mahnte sie am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die Versäumnisse der Außenministerin in der Entwicklungspolitik ein: "In der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) ist Österreich immer noch internationales Schlusslicht." Jäger forderte eine generelle Mittelaufstockung, um sich der OECD-Zusage von 0,7 Prozent des BIP zu nähern. Ein vorstellbares Szenario wäre es, die EZA-Mittel bis zur nächsten Legislaturperiode auf 0,35 Prozent und bis 2010 auf 0,7 Prozent zu steigern.****

"Effektive Entwicklungshilfe kann nicht bedeuten, dass nur Katastrophenhilfe geleistet wird", kritisierte Jäger die Haltung der Regierung. "Wenn man den Hilfsanspruch ernst nimmt, kann man nicht nur dann etwas tun, wenn schon aus Gründen der internationalen Reputation die Notwendigkeit dazu besteht - frei nach dem Motto: 'Was würden denn die Nachbarn sagen?!'"

Zur Qualität der Hilfe meinte Jäger abschließend im Zusammenhang mit den von Österreich im Rahmen der Geberkonferenz zugesagten Geldmittel: "Wichtig ist, dass nicht nur finanzielle Direkthilfe gegeben wird, sondern auch die Organisationen vor Ort unterstützt werden, die bereits sinnvolle Projekte laufen haben." (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK