ÖKOBÜRO: "Das Wasserreich Österreich ist gefährdet."

Kritik an Defiziten in Österreichs Wasserwirtschaftspolitik."

Wien (OTS) - Das ÖKOBÜRO präsentiert heute, Dienstag eine Analyse der österreichischen Wasserwirtschaftspolitik der letzten 10 Jahre seit Rio. Kaum ein anderes Land auf der Welt kann seinen Bewohnern qualitativ so hochwertiges Wasser als Trinkwasser zur Verfügung stellen wie Österreich. "Doch das Wasserreich Österreich ist trotz seiner geradezu paradiesischen Voraussetzungen und großer wasserwirtschaftstechnischer Errungenschaften gefährdet", so das Resume von ÖKOBÜRO-Projektleiterin Gabriele Pekny. "Gefährliche Gifte, die durch den Pestizid-Einsatz ins Grund- und damit Trinkwasser gelangen, und Chemikalien, die als hormonell wirksame Substanzen gelten, bedrohen unsere Gesundheit und gefährden das Leben unserer Nachkommen. Schadstoffbelastungen durch den Straßenverkehr, Flächenversiegelung, großflächige Drainagen, und Begradigungen durch den Straßenbau gehören ebenfalls zu den "Nichtnachhaltigkeitsstrategien" der österreichischen Politik."

ExpertInnen vom WWF, dem VCÖ, GREENPEACE, und GLOBAL 2000 erstellten ein umfassendes Positionspapier in Zusammenarbeit mit dem ÖKOBÜRO. Die AutorInnen ziehen bei der Veranstaltung Resumee über die Nachhaltigkeitsbestrebungen der österreichischen Wasserpolitik 200 Tage vor dem nächsten großen Umweltgipfel in Johannesburg. Gleichzeitig sehen sie die große Aufgabe der lückenlosen Umsetzung der EU-Wasserrahmen-Richtlinie als einmalige Chance für Österreich auf dem Weg in eine dauerhafte nachhaltige Wasserpolitik. Anschließend präsentieren sie Forderungen nach konkreten Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit an die österreichische Politik. Weiters schildern Helmut Kroiss (TU Wien), Helmut Jung (BOKU Wien) und Wolfgang Lauber(AK Wien) ihre Sichtweise der Situation einer nachhaltigen Wasserwirtschaft in Österreich.

Die verantwortlichen Politiker sind gefordert. Zahlreiche Herausforderungen sind angesichts der noch nicht gelösten Zukunftsfragen zu meistern, damit uns das kostbare Nass nicht zwischen den Fingen verrinnt - so die Autoren des Positionspapieres Fritz Kroiss, Markus Schneidergruber, Iris Strutzmann, Herwig Schuster und Wolfgang Rauh.

Positionspapier erhältlich beim ÖKOBÜRO, unter 524 93 77.

Rückfragen & Kontakt:

Herwig Schuster
Gentechnikkampaigner GREENPEACE
Tel.: 545 45 80-41

Fritz Kroiss
Geschäftsführer ÖKOBÜRO
Tel.: 524 93 77-13

Wolfgang Rauh
Verkehrsexperte VCÖ
Tel.: 893 26 97

Markus Schneidergruber
Freshwater-Kampaigner WWF
Tel.: 488 17-239

Iris Strutzmann
Landwirtschaftsexpertin GLOBAL 2000
Tel.: 812 57 30-41

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