Gradwohl: "Brauchen Transportmaschinen statt Abfangjäger!"

Wien (SK) In eine entscheidende Phase kommt die größte Rüstungsinvestition Österreichs diese Woche. Bereits am Mittwoch endet die Ausschreibungsfrist für die geplanten Abfangjäger, wo vermutlich drei Angebote abgegeben werden. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,82 Mrd. Euro (25 Mrd. S) sollen 24 Stück einsitzige Abfangjäger angekauft werden, die am Flughafen Zeltweg stationiert werden sollen. Weiters eine Option auf sechs zweisitzige Abfangjäger, die "für Auslandseinsätze", wie der Verteidigungsminister meint, Verwendung finden. In der Region wird die Nachbeschaffung seitens der 'F' und der ÖVP vorwiegend unter dem Aspekt der Arbeitsplatzsicherung vertreten. ****

Für den obersteirischen Abgeordneten Heinz Gradwohl, stellvertretender SP-Klubobmann, gäbe es durchaus auch andere Alternativen, wie die Arbeitsplätze am Fliegerhorst in Zeltweg auf Dauer gesichert werden könnten. "Unsere Bundesheersoldaten sind an vielen Krisenschauplätzen der Welt im humanitären Bereich im Einsatz, für den Transport muss sich Österreich allerdings Transportmaschinen von anderen Ländern mieten", so Gradwohl.

Der Aussage eines Offiziers, der als Vorhut beim derzeitigen Einsatz in Afghanistan eingesetzt ist, im ORF ist zu entnehmen, dass, "wenn es bei einer Verschärfung der Lage in Afghanistan zu einem raschen Rücktransport kommen müsste, unsere Soldaten auf den 'guten Willen' anderer Staaten angewiesen sind, die sie ausfliegen könnten".

"Damit liegt die Notwendigkeit zur Beschaffung eigener Transportmaschinen auf der Hand", so Gradwohl weiter. Als Alternative zum Abfangjägerkauf schlägt der obersteirische Nationalrat die Anschaffung von Transportflugzeugen vor, die bei humanitären Einsätzen des Bundesheeres dringend gebraucht werden. "Im Rahmen unserer Partnerschaft für den Frieden kann es nicht sein, dass Österreich sich immer mit Leasingflugzeugen anderer Staaten behelfen muss." Derartige Transportflugzeuge könnten ebenso wie die neubeschafften Hubschrauber in Zeltweg gewartet werden und zur Sicherung der Arbeitsplätze am Fliegerhorst mit beitragen, meinte Gradwohl abschließend. (Schluss) up/mp

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