Slowenien als kleines Land entwickelt sich zum großen Wirtschaftspartner Österreichs

Österreichs Anteil an allen ausländischen Direktinvestitionen erreicht Rekordwert von 45,6 %

Wien (PWK051) - Bereits seit 1997 ist der österreichische Warenverkehr mit Slowenien höher, als er in den besten Zeiten mit Gesamtjugoslawien war. "Für Slowenien ist Österreich der viertwichtigste Außenhandelspartner und zwar sowohl import- als auch exportseitig. In der österreichischen Außenhandelsstatistik rangiert Slowenien trotz seiner nur 2 Mio. Einwohner an 12. Stelle und damit vor Staaten wie Polen, Slowakei, Japan, Schweden und der Russischen Föderation", kommentiert Georg Krauchenberg, der österreichische Handelsdelegierte in Laibach die positiven Wirtschaftsbeziehungen. In den ersten 9 Monaten 2001 erreichten die österreichischen Exporte nach Slowenien 922 Mio. Euro, die österreichischen Importe aus Slowenien 578 Mio. Euro. "Slowenien zählt weiterhin zu den Staaten, mit denen Österreich die größten Handelsbilanzaktiva verzeichnen kann", so Krauchenberg.

Mit rund 610 Euro rückte Slowenien zum Land mit der höchsten pro Kopf Abnahmequote an österreichischen Waren auf. Damit ist die Marktdurchdringung mit österreichischen Waren höher als in der Schweiz, Deutschland und Ungarn. "Der slowenische Markt ist aufgrund seiner Nähe und guten Entwicklung, abgesehen von den Großunternehmen, gerade auch für die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe sowie für Erstexporteure besonders geeignet", erinnert der Handelsdelegierte und stellt fest, dass "trotz der starken Marktpräsenz Österreichs die Möglichkeiten sicherlich noch nicht voll ausgenützt sind." Rücksprachen mit der Außenhandelsstelle sind auch für erfahrene Slowenienexporteure empfehlenswert, da es im Zuge der Annäherung der slowenischen Gesetzgebung an den Acquis Communautaire laufend zu Änderungen bei Gesetzen und Durchführungsverordnungen kommt.

Besonders eindrucksvoll ist der Anteil der österreichischen Direktinvestitionen an den gesamten ausländischen Direktinvestitionen in Slowenien mit 45,6 Prozent. Bemerkenswert ist, dass sich die österreichische Präsenz in Slowenien auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche erstreckt. Hervorzuheben sind Großinvestitionen von Mayr Melnhof, Brigl & Bergmeister, Palfinger Kräne, Treibacher Auermet, Treibacher Schleifmittel, Tespack, Wienerberger, Ziegelwerk Gleinstätten, Siemens Austria mit Triebwägen und Waggons, und S&T Systemintegration and Technology Distribution. Im Handelsbereich sind Firmen wie Spar, Baumax, Bauhaus, OMV, Stiefelkönig, DM-Märkte und etliche weitere im Straßenbild Sloweniens bestimmend. Bisher sind drei österreichische Banken mit eigenem Filialnetz in Slowenien präsent: Bank Austria, Volksbank und Hypo Alpe Adria. Wesentlich sind auch österreichische Investitionen im Bereich Kfz-Vertrieb, im Transportbereich und bei Dienstleistungen wie Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzleien. "Das dichte Netz der österreichischen Präsenz ist zugleich hilfreich für neue österreichische Exporteure, denen das besondere Augenmerk der Außenhandelsstelle gilt", bemerkt Krauchenberg.

Die Außenhandelsstelle Laibach plant im Rahmen des Aktionsprogrammes Südosteuropa der Wirtschaftskammer Österreich eine Fokussierung auf "Umwelt, Wasser und Abfallwirtschaft". Hierzu findet am 27. Februar 2002 in der WKÖ die Veranstaltung "Geschäftschancen für Umwelttechnologien in Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Jugoslawien" mit anschließender Wirtschaftsmission am 18. März zu diesem Thema statt. (pt)

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