ÖH verweigert Gespräche mit Bildungsministerin Gehrer - Interessensvertretung wird nicht mehr wahrgenommen

Oppositionsfraktion AktionsGemeinschaft: "Undemokratisches Verhalten!"

Wien (OTS) - "Wenn Isolationspolitik der neue Stil der ÖH-Führung ist, hat sie meines Erachtens versagt." Mit scharfen Worten kritisiert AG-Bundesobmann Christoph Rohr die jüngst zur Schau getragene Verweigerungshaltung der ÖH-Spitze, gebildet aus einer Koalition von KSV, VSSTÖ und GRAS. "Wenn man nur mit seinen eigenen Funktionären spricht, wird man bildungspolitisch nicht sehr weit kommen", setzt er hinzu. Rohr entnimmt den jüngsten Stellungnahmen der ÖH-Regierungsfraktionen, dass Gespräche mit Verhandlungspartnern offensichtlich "Zeitvergeudung" für KSV, VSSTÖ und GRAS seien. "Eine ernsthafte Interessensvertretung im Sinne der Studierenden ist somit nicht mehr gegeben", meint Rohr weiter. Die neue ÖH zeichne sich lediglich durch eine Verweigerungspolitik aus, die bislang von wenig Erfolg gekrönt sei.

Nach dem fehlgeschlagenen Boykott der Studiengebühren und der schlecht organisierten Aktionswoche mit schwach besuchten Demonstrationen müsse sich die ÖH-Regierung den Vorwurf gefallen lassen, dass ihr offenkundig die Ideen ausgingen. Selbst als Oppositionspartei würde die AktionsGemeinschaft jederzeit zu Gesprächen bereit sein. Ulrich Höller, der Fraktionssprecher der größten Studierendenfraktion Österreichs (AktionsGemeinschaft), pflichtet ihm bei: "Ich gehe davon aus, dass es Ministerin Elisabeth Gehrer Ernst ist mit dem Angebot zur Diskussion. Das Thema Uni-Reform ist jedenfalls wichtig genug, es nicht durch eine "Schmollwinkel-Mentalität" vom Tisch zu wischen." Beide, Rohr und Höller, betonten ausdrücklich, dass die Haltung von KSV-VSSTÖ-GRAS dem Demokratieverständnis der AG in keinster Weise entspreche. Ihren Wortmeldungen ließen sie auch zwei Angebote folgen: Ministerin Gehrer solle zu den Gesprächen mehr Studierende zulassen, da die ÖH-Exekutive zur sachlichen Diskussion offensichtlich nicht bereit sei. KSV, VSSTÖ und GRAS gingen den Problemen aus dem Weg, anstelle zu versuchen, sie zu beheben. Die AktionsGemeinschaft hingegen hätte ein großes Interesse daran, die bestehenden unterschiedlichen Positionen im offenen Gespräch zu deklarieren. Gemeinsam luden Rohr und Höller Bildungsministerin Gehrer diesbezüglich zu Gesprächen auf die Universität ein.

Rückfragen & Kontakt:

AktionsGemeinschaft (ÖH)
Christoph Rohr (AG-Bundesobmann)
Tel.: 01- 402 55 66 bzw. 0676 - 503 84 64

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AGE/OTS