KfV: Damit Sie nicht ins Schleudern kommen

Tipps für richtiges Reagieren in gefährlichen Situationen

Wien (OTS) - Ob wie heute extremes Glatteis - das u.a. zu Massenkarambolagen auf der Tauern Autobahn und auf der Pyhrn Autobahn geführt hat -, Nässe, Schnee oder Schotter vom Streuen - im Winter sind die Straßenverhältnisse selten unproblematisch. Um nicht ins Schleudern zu kommen, sollte die "winterliche Fahrtechnik" einwandfrei beherrscht werden, hält das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) fest.++++

"Generell sind Situationen, in denen Fahrzeuge ins Schleudern oder Schieben geraten, extrem schwierig zu bewältigen. Es sollten daher die Geschwindigkeit rechtzeitig vermindert und der Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern vergrößert werden", betont KfV-Experte Ing. Kurt Vavryn und empfiehlt: "Auf Schnee etwa nur halbe Geschwindigkeit und doppelter Sicherheitsabstand wie auf trockener Fahrbahn, auf Eis ein Viertel der Geschwindigkeit und dreifachen Sicherheitsabstand. Alle abrupten Bewegungen des Fahrzeugs, wie schnelles Lenken, starkes Bremsen, "hartes" Schalten (Kuppeln) und starkes Gasgeben vermeiden. In jedem Fall vorausschauend und "weich" fahren."

Zwt.: Wenn sich das Auto plötzlich um die eigene Achse dreht...

In gefährlichen Situationen ist die richtige Fahrtechnik lebensrettend:

- Falls etwa das Fahrzeugheck ins Schleudern kommt: Kupplung treten und so rasch als möglich in die gewünschte Fahrtrichtung lenken ("Gegenlenken").

- Fährt das Fahrzeug in einer Kurve ungewollt geradeaus ("Schieben"): Lenkeinschlag nicht erhöhen und Fuß vom Gas sowie Lenkung leicht zurücknehmen. Reagiert das Fahrzeug trotzdem nicht, zusätzlich auskuppeln. Ist bis zum Gegenverkehr bzw. zum Straßenrand oder der Leitschiene noch Platz, kurze Vollbremsung mit nachfolgendem kompletten Lösen der Bremse.

Vavryn: "Normalerweise reagiert das Auto bei Bremsen mit Antiblockieranlagen bereits während des Bremsvorganges auf den Lenkeinschlag. Daher ist das Lösen der Bremse zur Bewältigung der Situation nicht erforderlich. Wenn dies bei außergewöhnlich glatten Verhältnissen nicht der Fall ist, auch hier die Bremse komplett lösen."

- Beginnt sich das Auto beim Bremsen ohne Antiblockieranlage um die eigene Achse zu drehen: Bremse lösen, Kupplung treten bzw. durchgetreten lassen, Fahrzeug in die gewünschte Fahrtrichtung lenken, dann sofort wieder voll bremsen. Bei Bedarf Vorgang wiederholen ("abgesetztes Bremsen").

- Gleiches gilt, wenn ein Fahrzeug in einer Kurve beim Bremsen plötzlich geradeaus weiterfährt. Deshalb sollten eine angepasste Geschwindigkeit und auch die richtige Gangstufe immer schon vor einer Kurve gewählt werden.

- Immer pulsierend zu bremsen ("Stotterbremse") ist sinnlos und verlängert den Bremsweg unnötig.

Zwt.: 12 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Wocheverloren 9 PKW-Insassen (davon 8 Lenker) und 3 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Geschwindigkeit (4), Überholen (2),Unachtsamkeit (1) und Fehlverhalten Fußgänger (1) festgestellt werden. Bei 4 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 2 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben. Alkoholisierung war bei 3 Unfällen Mitursache. 3 der 12 Verkehrsunfälle waren sogenannte Alleinunfälle. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Zwei Fahrzeuglenker begingen Fahrerflucht. (Schluss)

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