ARBÖ: Massenkarambolagen durch zu geringen Sicherheitsabstand und überhöhte Geschwindigkeit

Bei Sturmböen Autohandbremse beim Parken immer anziehen

Wien (ARBÖ) - In den heutigen Morgenstunden ereigneten sich auf Österreichs Straßen zahlreiche Unfälle und einige Massenkarambolagen. Wieder einmal hat sich gezeigt, so der ARBÖ, dass das Einhalten des Sicherheitsabstandes und der vorgeschriebenen Geschwindigkeit bei den vorherrschenden widrigen Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen derartige Massenkarambolagen hätte verhindern können.

Sicherheitsabstand einhalten

Vor allem jetzt, bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Eis-und Schneeglätte und schlechten Sichtverhältnissen, ist es notwendig, ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten und sich nicht ausschließlich an den Rücklichtern des Vordermannes zu orientieren. Die Sicherheit der Fahrzeugtechnik - wie ABS, ESP oder Allradantrieb - und sein eigenes Fahrkönnen zu überschätzen, kann im Extremfall sogar das Leben kosten, warnen die ARBÖ-Verkehrsexperten.

Wer haftet bei Massenkarambolagen?

Nach Massenkarambolagen ist die Verschuldensfrage meist nur schwierig zu klären. In Österreich beauftragt der Versicherungsverband bei derartigen Unfällen eine bestimmte Versicherungsgesellschaft mit der Abwicklung des Schadens. Auskunft dazu erteilt den Betroffenen der Versicherungsverband. Die ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert betont allerdings, dass die Chancen nach Massenunfällen den gesamten Schaden ersetzt zu bekommen, gering sind. Nach ihren Erfahrungen wird meist eine Teilschuld von 25 bis 50 Prozent angenommen. "In der Praxis heißt das, dass man den eigenen Schaden fast immer zu einem großen Teil selbst zu tragen hat. Außer man ist kaskoversichert."

Bei Sturm Handbremse anziehen

Sturmschäden an Autos und einspurigen Fahrzeugen werden in den meisten Fällen nur von der Kaskoversicherung gedeckt. Laut ARBÖ-Verkehrsjuristen sind dabei aber auch die Rahmenbedingungen wichtig (siehe dazu www.arboe.at/Recht).

Im Interesse der eigenen Gesundheit und Sicherheit sollte man den Motorrädern, Mopeds und Fahrrädern bei stürmischen Wetter möglichst eine Pause gönnen. Starker Seitenwind kann auch für Kraftfahrzeuge gefährlich werden und bei derartigen Sturmböen sollte die Autohandbremse beim Parken immer angezogen werden, so die ARBÖ-Verkehrsexperten.

Sturm kann Fahrzeuge "versetzen"

Durch Sturmböen kann man plötzlich mitsamt dem Fahrzeug um einige Meter "versetzt" werden - im schlimmsten Fall sogar in den Gegenverkehrsbereich oder in die Flanke eines Vorbeifahrenden. Das kommt vor allem bei Brücken, Straßenunterführungen, Tunnelausfahrten und beim Ausfahren von Waldschneisen vor, wo laut ARBÖ Experten der Wind mit ganzer Kraft auf das Fahrzeug wirken kann.

Wichtig ist die Geschwindigkeit zu vermindern und beim Überholen von einspurigen Fahrzeugen unbedingt mehr Sicherheitsabstand einhalten. Auch der Halt der Skiträger und der Skiboxen sollte unbedingt überprüft werden, raten die ARBÖ-Techniker.

Übrigens: Beim Öffnen der Autotür sollte man bei Sturmböen ebenfalls ganz besonders darauf achten, dass die Autotür nicht überraschend aufgerissen wird, so der ARBÖ.

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