Infrastruktur im Kongo und Ruanda zusammengebrochen

Österreichische Spezialisten einsatzbereit

Wien (OTS) - "Mit Goma ist ein wichtiges logistisches Zentrum zerstört", sagt Martina Schloffer, Leiterin der Katastrophenhilfe des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), "nur gut geplante Hilfe kommt an."

Goma hatte 1994 etwa 100.000 Einwohner. Bevor sie am Donnerstag evakuiert wurde war die Stadt Heimat von etwa 500.000 Menschen. Denn viele von ihnen sind nach den Flüchtlingsbewegungen 1994 geblieben. Jetzt sind sie alle erneut auf der Flucht, die meisten in das nur etwa drei Kilometer entfernte Gisenyi in Ruanda. Der Transport von Hilfsgütern ist schwierig. Für die ca. 100 Kilometer Luftlinie vom Flughafen Bukavu nach Gisenyi braucht man mit dem LKW momentan neun Stunden. Und die politische Situation ist unsicher. Unruhen können jederzeit wieder ausbrechen.

Aus dem Nichts müssen Flüchtlingscamps entstehen. Dafür gibt es im Roten Kreuz die ERUs - Emergency Response Units. Kleine spezialisierte Teams, die schnell in Einsatz gehen, unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur arbeiten können und im Katastrophenfall Hilfe bringen. Jetzt gebraucht werden die ERUs "Basic Health Care" -zur Versorgung von Verletzten, besonders durch Verbrennungen, "Telekom" - zur Koordination der Hilfstätigkeit und "Wasser" - um Trinkwasser aufzubereiten und so den Ausbruch von Seuchen in der Region zu verhindern. Die Einsätze der ERUs werden in Genf koordiniert. Auch das ÖRK hat solche Spezialisten, die 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag einsatzbereit sind. Die österreichischen Teams der ERU "Wasser" und ERU "Telekom" warten auf weitere Informationen aus Genf und sind bereit für den Einsatz in Ruanda und im Kongo.

Das ÖRK bittet dringend um Spenden auf das Konto PSK 2.345.000, Kennwort: "Kongo".

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