FPÖ-WIEN(2) : HOCHHAUSPROJEKTE IN WIEN-MITTE MÜSSEN ZURECHTGESTUTZT WERDEN

Wien, 18-01-2002 (fpd) - Der freiheitliche Klubobmann-Stellvertreter GR Heinz-Christian Strache wies während des heutigen Pressegespräches auf die mitleiderregende Rolle des glücklos agierenden Neo-SP-Stadtrates Schicker hin.
Nach seinem desaströsem "Rossauer-Lände Fiasko" und dem schildbürgerähnlichem Plan eine Fahrspur am Gürtel zur Parkspur umzuwandeln, leistet sich der sozialistische Stadtrat mit seinen wankelmütigem Aussagen zur Wien-Mitte-Problematik einen weiteren Tiefpunkt seines politischen Schaffens.

Nicht nur, daß er 1992 seine Unterschrift unter einen "10-Punkte-Forderungskatalog", welcher in der Bezirksvertretung angenommen wurde, gesetzt hat, in der die Höhenentwicklung in Wien Mitte mit 65 m festgeschrieben wurde, so widerspricht er sich mit seinem Entwurf zum Wiener Hochhauskonzept nunmehr ein weiteres Mal ohne jedoch auch nur die geringsten Zeichen von Einsicht und Selbstkritik zu zeigen.

In seinem Wiener Hochhauskonzept legte er im Kapitel "Ausschlußzonenfest" selbst fest, daß in "wesentlichen denkmalpflegerischen Wirkungszonen, wie das zum Weltkulturerbe deklarierte schloß Schönbrunn, u.a. (Anmerkung - nunmehr auch die Wiener Innenstadt), Hochhausprojekte nicht verfolgt werden dürfen. Jetzt ist Schicker aufgefordert seine eigens erarbeiteten Leitlinien zur Umsetzung zu bringen, oder kneift er wieder wie beim "10-Punkte-Forderungskatalog", stellt Strache die unbeantwortete Frage in den Raum.

Schickers Hochhausleitlinien sind aber ansonsten kein Konzept mit klaren und nachvollziehbaren Richtlinien, sondern ein amateurhaftes "Witzpapier", nach dem man einen Hochhausfleckerlteppich in Wien errichten könnte, stellt Strache fest.

Die Interessen der Landstraßer Bezirksbevölkerung sind durch den geplanten und bereits beschlossenen Bau des SP/VP-Hochhausprojektes Wien-Mitte, in dem eine reine "Büro-Shopping-City" im Stadtzentrum untergebracht werden soll, massiv gefährdet. Bei einer Umsetzung des Projektes ist mit massiven Verkehrs-, Parkraum-, Abgas- und Umweltbelastungen zu rechnen, welche insgesamt die Lebensqualität der Landstraßer Bevölkerung dramatisch verschlechtern würde, so Strache. Bereits am 07. März 2001 haben daher 14 Bezirksräte der Landstraßer Freiheitlichen ein schriftliches Verlangen, gemäß § 104 C (4) Wiener Stadtverfassung, nach einer Bürgerversammlung zum geplanten Hochhausprojekt Wien-Mitte verlangt. Die vom SP-Bezirksvorsteher Hohenberger skandalös erfolgte Terminfestlegung und Ausschreibung wurde zuerst monatelang verschleppt und erfolgte dann ohne vorheriger Information der Opposition und Absprache mit der FPÖ-Bezirksratsfraktion als Antragssteller sowie ohne rechtzeitiger und ausreichender Einladungsversendung an die betroffenen Landstraßer Bürger.

Nach monatelanger Diskussion übernimmt die UNESCO die freiheitliche Forderung nach einem Stopp des derzeitigen Projekts "Wien-Mitte"

Die "Monstertürme" in Wien-Mitte, die von der Wiener FPÖ seit über 10 Jahren aufs schärfste bekämpft werden, haben vor Weihnachten auch die Kritik des UNESCO-Beirats "Icomos" auf den Plan gerufen. Dieser Beirat empfahl der Wiener Stadtregierung die Höhenentwicklung beim Projekt "Wien-Mitte" völlig neu zu überdenken, so Strache. Damit erhebt die UNESCO die selben Forderungen wie auch die Wiener FPÖ, nämlich die Türme in Wien-Mitte auf die im Jahr 1992 getroffene Einigung "zurechtzustutzen", so der freiheitliche Gemeinderat Strache.

Strache berichtete weiters, daß von den Wiener Freiheitlichen zwei Verfahren beim Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof betreffend Baubescheid und Flächenwidmung angestrengt wurden, wobei die Möglichkeit bestehe, daß die Baugenehmigung für das Projekt Wien-Mitte neu verhandelt werden und ein Baustopp für Wien-Mitte und den Vienna-City-Tower (PORR) von den Behörden verfügt werden müsse.

Schicker, der sich mittlerweile zum stadtplanerischen Amateurpolitiker gemausert hat, wäre gut beraten den Wünschen der Landstraßer Bevölkerung zu entsprechen und die Neuplanung des Projekts "Wien-Mitte" und "Vienna-City-Tower" zu veranlassen bevor es zu spät ist, so Strache abschließend. (Schluß) jen

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