Grüne: Abverkauf von Gemeindewohnungen -tolles Geschäft für Immobilienverwerter

David Ellensohn zum Verkauf von Gemeindewohnungen in Wien

Wien (Grüne) - "Der Wiener Wohnbau muss sozialer werden. Eine Bereicherung privater Investoren durch den Abverkauf von Gemeindewohnungen ist entschieden abzulehnen", so kommentiert der Wohnbausprecher der Wiener Grünen, David Ellensohn, die Diskussion rund um den Verkauf von Gemeindewohnungen. Der lang diskutierte Verkauf von Gemeindewohnungen durch die Stadt Wien wird nach Ansicht der Grünen still und leise bereits seit einiger Zeit durchgeführt. Allein 1999 wurden 22 Gemeindebauten um insgesamt 8 Millionen Euro (ca. 110 Millionen Schilling!) verkauft. Ellensohn: "Entgegen Aussagen der SPÖ geht der Verkauf munter weiter, wobei die Käufer in den seltensten Fällen kaufinteressierte Mieter oder Mieterinnen sind. Die werden erst gar nicht gefragt. Meist werden interessante Objekte hinter dem Rücken der Mieter und Mieterinnen zu äußerst attraktiven Preisen an private Investoren und Immobilienverwerter verkauft."

"Gerade mit dieser Regelung wird Immobilienverwertern in die Hände gespielt. Die Stadt Wien bietet diesen die Möglichkeit, günstig Objekte in guten Lagen zu erwerben, wobei sie wissen, dass die Mieter Ausweichmöglichkeiten in andere Gemeindewohnungen haben, sollten die Umbauarbeiten in den verkauften Gebäuden zu großen Belastungen führen. Als Ergebnis haben wir dann immer weniger Gemeindewohnungen, weil nicht nur welche unnötigerweise verkauft wurden, sondern auch den Mietern der verkauften Wohnungen neue angeboten werden", so der Grüne Wohnbausprecher. Entgegen dem Wunsch vieler Mieter wird jedoch an die Möglichkeit der Parifizierung der Häuser und der Verkauf als Eigentumswohnungen ohne finanziellen Verlust für die Stadt Wien an die bisherigen Mieter nicht gedacht.

"Einzige Gewinner der aktuellen Praxis seien die Althausverwerter, Verlierer hingegen die Stadt Wien und große Teile der Bevölkerung, die auf günstige Wohnungen angewiesen sind. Der soziale Wohnbau muss sozial bleiben", so David Ellensohn abschließend.

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