Der SPNÖ-Pressedienst dokumentiert:

Zu den heutigen Aussagen von FP-Mandatarin Rosenkranz eine Aussendung der NÖ Sozialdemokraten vom 10. November 1994

UHL: LAND MUSS SICH UM EIGENE VERKEHRSSTAUS SELBER KÜMMERN
Utl.: FP-Verkehrssprecher argumentiert unrealistisch und kurzsichtig****

Wien (SPÖ-NÖ) Das tägliche Verkehrschaos auf den Zubringern südlich von Wien mit einem Baustop in der Shopping City Süd in den Griff bekommen zu wollen, so wie dies der FPÖ-Verkehrssprecher Preiszler kürzlich forderte, sei unrealistisch und kurzsichtig. Zielführend sei vielmehr die Realisierung ausstehender Straßenbauprojekte, aber vor allem der Ausbau der Kapazitäten im öffentlichen Verkehr - wie etwa durch die Anbindung an das Wiener U-Bahnnetz, erklärte heute SPÖ-Landtagsabgeordneter Uhl.

"Die Megastaus auf der Südautobahn, der Triester Straße und vor allem auf der Wiener Süd-Ost-Tagente spielen sich nämlich vorwiegend zu den Stoßzeiten des Pendler- und Berufsverkehrs ab, also früh morgens, wenn die "Shopping City" noch gar nicht geöffnet hat und dann hauptsächlich Richtung Wien, aber nicht in Richtung des Einkaufszentrums. Und wenn es manchmal auf der "City"-Zufahrt stockend vorangeht, dann nur wegen außergewöhnlicher Ereignisse. Jetzt also die Schuld an der täglichen Verkehrsmisere ausschließlich einem niederösterreichischen Einkaufszentrum in die Schuhe zu schieben und hier ein Baustop zu fordern, ist vollkommen verfehlt und führt nur zur Verhinderung von weiteren Arbeitsplätzen, aber keinesfalls zur Lösung des eigentlichen Problems", stellte Uhl klar.

Ein effizienter Beitrag zur Lösung dieses täglich wachsenden Verkehrsdilemmas wäre neben anderen verkehrspolitischen und flankierenden Maßnahmen - wie etwa eine ausreichende Anzahl von Fahrzeugabstellplätzen - zweifelsohne auch die Umsetzung einer bereits vor Jahren von der SP-NÖ deponierten Forderung, nämlich eine Verlängerung der U 6 bis mindestens Mödling, so der Abgeordnete weiter.

"Das würde in der Folge nicht nur zu einer spürbaren Entlastung der betroffenen Verkehrszubringer samt Tangente führen, sondern auch Tausenden Berufspendlern und letztlich auch der Verkehrssituation in der Bundeshauptstadt zugute kommen. Deshalb fordere ich den Verkehrsreferenten des Landes Niederösterreich auf, umgehend Gespräche mit dem neuen Wiener Verkehrsstadtrat aufzunehmen, mit dem Ziel, endlich eine gemeinsame und realisierbare Lösung in der Frage der U - Bahn - Verlängerung auszuarbeiten", betonte Uhl abschließend.
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"Wenn die FPÖ-Niederösterreich also heute Ideen für sich zu vereinnahmen versucht, welche die NÖ Sozialdemokraten bereits seit Jahren für Niederösterreich verfolgen, wirft dies wohl ein entlarvendes Licht auf die politische Kompetenz der FPÖ-Niederösterreich. Mehr ist den heutigen Aussagen von FP-Mandatarin Rosenkranz auch nicht hinzuzufügen", stellt der SPNÖ-Pressedienst fest.
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