Appell an die Eigenverantwortlichkeit der Wintersportler

Rossmann: "Ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät schützt nicht vor Lawinen und schon gar nicht gegen die Folgen von Leichtsinn und

Wien (BMWA/OTS) - Unwissenheit!"

Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann warnte
anlässlich der heutigen Pressekonferenz unter dem Titel "Lawinenpiepse im Test" vor den Folgen von Leichtsinn im Gelände abseits der gesicherten Pisten und sprach gleichzeitig ihren Dank an die Bergretter aus, die oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens Leben retten.***

"Viele Alpinisten scheinen nicht zu wissen, in welche Gefahren sie sich begeben. Es locken die Tiefschneehänge für das ultimative Fahrvergnügen, an Lawinen denkt dabei keiner", warnt Rossmann. Dabei spricht die Statistik Bände: Werden Verschüttete rasch geborgen, besteht eine hohe Überlebenschance. Nach 15 Minuten leben noch mehr als 90%. Nach 35 Minuten sinkt dieser Wert dramatisch - lediglich 30% können lebend geborgen werden. Nach zwei Stunden jedoch sind 95% der Verschütteten tot.

Rossmann hob in diesem Zusammenhang wiederholt die Bedeutung von LVS-Geräten hervor: "Ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät schützt nicht vor Lawinen und schon gar nicht gegen die Folgen von Leichtsinn und Unwissenheit. Es schützt nicht vor dem verschüttet werden. Aber es ist ein unentbehrliches Hilfsmittel bei Skitouren und beim Varianten-Skilauf, um verschüttete Kameraden rasch zu finden und zu bergen. Daher abseits der Piste nie ohne Lawinenpieps! Touren brauchen solides Gefahrenwissen, seriöse Planung, Kenntnis der aktuellen Lawinensituation, die Bereitschaft zur Umkehr - und Übung in der Handhabung des LVS-Gerätes und der Rettung von Lawinenopfern."

Die Ergebnisse der Untersuchung zur Praxistauglichkeit von Lawinenverschütteten-Suchgeräten, die vom Staatssekretariat für Tourismus gefördert und vom Verein für Konsumenteninformation (VKI), Institut "Sicher Leben", Naturfreunde Österreich und dem Institut für Lawinen- und Wildbachforschung (FBVA) durchgeführt worden war, wurde heute von Staatssekretärin Rossmann gemeinsam mit Dr. Rupert Kisser, Leiter Institut "Sicher Leben", Dipl.-Ing. Dr. Peter Höller, Institut für Lawinen- und Wildbachforschung (FBVA) und Ing. Franz Gibler, Projektleiter Praxistest, Verein für Konsumenteninformation präsentiert. (Schluss) bxf

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